Geknickter Havertz

von Redaktion

Fans pfeifen Leverkusens Jungstar aus

Leverkusen – Sein Trainer nahm ihn aus der Schusslinie, seine Mannschaftskollegen sprangen ihm zur Seite. Ein gellendes Pfeifkonzert während der Auswechslung von Kai Havertz hat bei Bayer Leverkusen nach der 0:1-Pleite gegen Hertha BSC die Mitspieler des Nationalspielers, aber auch dessen Coach Peter Bosz auf den Plan gerufen. Als das 20 Jahre alte Supertalent am Mittwochabend in der 72. Minute durch Paulinho ersetzt wurde, waren die Unmutsbekundungen in der BayArena unüberhörbar. Havertz schlich derweil mit gesenktem Kopf und hängenden Schultern vom Platz, nachdem er zum wiederholten Male in dieser Saison die in ihn gesteckten Erwartungen nicht erfüllte.

Nationalmannschafts-Kollege Jonathan Tah kritisierte die Reaktion der eigenen Anhänger. „Ich find das scheiße. Das bringt nichts. Und es wird auch nicht dazu führen, dass er motivierter ist“, sagte der Abwehrspieler und nahm Havertz in Schutz: „Der Junge ist 20 Jahre alt. Das ist nicht schön für ihn. Aber wir müssen es in der Kabine schaffen, ihn aufzubauen.“

Ähnlich reagierte auch Abwehrchef Sven Bender: „Das ist nicht einfach für den Jungen. Man darf auch nicht vergessen, was er für ein hervorragender Spieler ist und was er schon für den Verein geleistet hat.“  sid

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