FUSSBALL IN KÜRZE

Hütter stellt sich vor müde Frankfurter

von Redaktion

Der AC Mailand ist einem Medienbericht zufolge am früheren Bundesligatrainer Ralf Rangnick interessiert. Der 61-Jährige solle kommende Saison Trainer und Sportchef beim Traditionsclub der Serie A werden, berichtete „Bild“ am Abend. Geplant sei, dass Rangnick bereits im Januar als Berater einsteigt. Der globale Fußballchef des Red-Bull-Konzern sei an der Aufgabe sehr interessiert, hieß es weiter. Marc Kosicke, Berater des Schwaben, wollte den Bericht nicht kommentieren. Rangnicks bekannteste Stationen waren Schalke, Hoffenheim und Leipzig. Seit Juli ist er als „Head of Sport und Development Soccer“ in einer übergreifenden Rolle im Fußball-Netzwerk von Red Bull tätig.

Kaum der Abstiegszone entronnen, träumt Hertha BSC von Europa – und eine Teilnahme an internationalen Wettbewerben wollen die Berliner mithilfe von prominenten Verstärkungen erreichen. Durch die Konstellation mit dem Investor habe man mittelfristig ganz andere Ziele und gehe mit einer anderen Denkweise heran, sagte Trainer Jürgen Klinsmann nach dem 1:0-Erfolg bei Bayer Leverkusen am Mittwochabend. Ob auch WM-Held Mario Götze in den Überlegungen eine Rolle spielt, ließ der frühere Bundestrainer offen. Fakt ist: Götzes Gespräche mit Borussia Dortmund über eine Vertragsverlängerung stocken. Der Schütze des Siegtreffers im WM-Finale 2014 ist bei Trainer Lucien Favre nur Ergänzungsspieler und scheint mit einem Weggang zu liebäugeln.

Champions-League-Sieger FC Liverpool hat Takumi Minamino, 34, von Red Bull Salzburg verpflichtet. Der Offensivspieler wechselt am 1. Januar zum Club des deutschen Trainers Jürgen Klopp – eine festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von angeblich 8,5 Millionen Euro macht’s möglich. Minamino wird der erste Japaner im Liverpool-Trikot sein, er unterschrieb einen langfristigen Vertrag. „Das ist eine fabelhafte Neuigkeit, ein wunderbarer Transfer“, schwärmte Klopp: „Er ist mutig mit und ohne Ball – ein absoluter Teamspieler.“

Adi Hütter wiederholte seine Botschaft mehrfach – so wichtig war sie ihm. „Ich möchte eine Lanze brechen für meine Mannschaft“, sagte der Trainer von Eintracht Frankfurt nach der 2:4 (2:1)-Heimniederlage gegen den 1. FC Köln. Oder: „Ich stelle mich vor meine Spieler. Sie haben versucht, den Kampf anzunehmen.“ Erklärbar sei die Pleite nach vermeintlich komfortabler 2:0-Führung allein mit der fehlenden Kraft am Ende eines langen Fußballjahres. „Man sieht, dass viele Spieler falsche Entscheidungen treffen, weil eine unglaubliche Müdigkeit da ist – körperlich und mental“, so Hütter: „Ich nehme die Spieler da in Schutz.“ 30 absolvierte Pflichtspiele im Laufe der Hinrunde seien „eine Menge Holz“, warb der Österreicher um Verständnis.

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