Auftakt gesichtert – aber Oberstdorf droht grünes Tournee-Springen

von Redaktion

Von Winterlandschaft ist derzeit in Oberstdorf, am 29. Dezember erste Station der Vierschanzentournee der Skispringer, nichts zu sehen. Die hohen Plusgrade bereiten auch den dortigen Veranstaltern Kummer. „Wegen der warmen Temperaturen konnten wir nicht genug Schnee produzieren und fahren zusätzlich Lkws mit Schnee, der von Parkplätzen geräumt wurde, ins Stadion“, sagte Florian Stern, Organisationschef in Oberstdorf. Am Montag konnte Stern immerhin vermelden, dass der Auftakt gesichert sei: „Selbst bei widrigen Wetterverhältnissen über die Weihnachtsfeiertage reichen unsere Schneereserven aus.“ In Oberstdorf reichte es also gerade noch, um die Sprunganlage mit Kunstschnee zu präparieren. Ansonsten aber deutet weit und breit nichts auf Wintersport hin (siehe Foto/dpa). Alexander Stöckl (Österreich), Skisprung-Trainer der Norweger, meint dazu: „Damit müssen wir leben, denn es wird nicht mehr besser, nur noch schlechter. In 20 Jahren haben wir ziemlich sicher gar keinen Schnee mehr. Man glaubt immer noch: Nächstes Jahr wird sicher wieder ein besserer Winter, aber nein, wird es nicht.“ Sein Vorschlag: „Und wenn gar kein Schnee mehr ist, dann springen wir halt auf Matten, dann machen wir halt weiße Matten.“ dpa

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