München – Schnell, zweikampfstark und mit Zug nach vorne – Alphonso Davies (19) verkörpert aktuell den Prototyp eines Außenverteidigers. Vor einem Jahr eigentlich als Außenstürmer von den Vancouver Whitecaps zum FC Bayern gewechselt, sorgt „Phonzie“ derzeit als Linksverteidiger beim Rekordmeister für Furore. Wenn es nach ihm geht, soll der „Defensiv-Davies“ aber kein Dauerzustand werden. „Meine Denkweise war: Angreifen, angreifen, angreifen. Aber jetzt ist es: Verteidigen, verteidigen, verteidigen“, beschreibt er seine Umschulung gegenüber der kanadischen Zeitung „Edmonton Sun“. Für Davies bedeutet das: „Es ist etwas anderes, denn wenn ich jetzt nach vorne gehen will, muss ich darauf achten, dass hinter mir jemand absichert. Wenn dann ein langer Ball gespielt wird, können auf mich große Probleme zukommen.“ Darum hofft er, bald wieder als Offensivkraft zum Einsatz zu kommen. „Eines Tages werde ich hoffentlich weiter vorne eingesetzt. Dennoch bin ich glücklich auf jeder Position.“
Davies als Abwehrspieler einzusetzen, war übrigens keine Entdeckung Niko Kovac. Die Planungen von Sportdirektor Hasan Salihamidzic und seine Scouting-Abteilung sahen bereits bei Davies’ Wechsel vor, ihn auch als Linksverteidiger auflaufen zu lassen – wo er auch in der kanadischen Nationalmannschaft bereits überzeugte. bok