IN KÜRZE

Wegener übt Kritik an den Strukturen

von Redaktion

Skispringen

Die deutschen Skisprung-Frauen haben beim Weltcup in Sapporo einen Rückschlag hinnehmen müssen. Am Sonntag schaffte es keine der Sportlerinnen von Bundestrainer Andreas Bauer unter die besten Zehn. Die Olympiazweite Katharina Althaus (Oberstdorf) wurde als beste Athletin des Deutschen Skiverbandes (DSV) Zwölfte. Direkt hinter ihr landeten Luisa Görlich (13.) und Juliane Seyfarth (14.). Der Sieg ging an die Österreicherin Eva Pinkelnig, die sich mit 135,5 und 130 Metern vor der Weltcup-Führenden Maren Lundby (Norwegen) und Daniela Iraschko-Stolz (Österreich) platzierte, obwohl Lundby (139,5 Meter) ein Schanzenrekord gelang. Die 18 Jahre junge Marita Kramer (Österreich), die am Samstag noch gewonnen hatte, belegte diesmal Rang acht.

Eishockey

Nach zuletzt drei Auswärtssiegen in Folge hat Nationalspieler Leon Draisaitl mit den Edmonton Oilers in der NHL wieder eine Niederlage kassiert. Im Alberta-Derby bei den Calgary Flames um Angreifer Tobias Rieder verloren die Oilers 3:4, mit der Vorarbeit zum zwischenzeitlichen 1:1 durch Ryan Nugent-Hopkins (6.) schraubte Draisaitl aber seine Punkteausbeute weiter nach oben. Mit 45 Vorlagen und 70 Punkten insgesamt ist der 24-Jährige weiter Zweiter der NHL-Scorerliste. Dominik Kahun (früher EHC München) glänzte als Vorlagengeber in Diensten der Pittsburgh Penguins. Beim 4:3 nach Verlängerung bei Colorado Avalanche verbuchte der deutsche Nationalspieler erstmals in seiner NHL-Karriere drei Assists und so seine Vorlagen Nummer 14 bis 16 dieser Saison.

Boxen

Der langjährige Trainer Ulli Wegner hat den Zustand des Boxens in Deutschland kritisiert. „Wenn ich mich bei Boxveranstaltungen umschaue, dann entdecke ich zahlreiche Talente. Aber leider stimmen bei uns die Strukturen nicht“, sagte der 77-Jährige. Der Sprung in die Weltklasse fehle im olympischen Boxen zu oft. „Eine starke Bundesliga, wie in den ersten Jahren nach der Wiedervereinigung, könnte zum Beispiel zu einer Verbesserung des technisch-taktischen Niveaus führen.“ Die Kündigung, die er zuletzt vom Sauerland Boxstall erhalten habe, schmerze ihn noch immer, sagte Wegner. Zur Ruhe setzen will er sich aber nicht. „Ich kann noch helfen“, sagte der frühere Coach von Sven Ottke und Arthur Abraham. „Ich habe mich auf die aktuellen Bedingungen voll eingestellt und kann, wenn ich wieder richtig gesund werde, erneut angreifen, aber nicht als Klugscheißer, sprich Berater.“ Wegner erholt sich derzeit von einem Oberschenkelhalsbruch, den er sich bei einem Sturz zugezogen hatte. „Ich bin jetzt in der Reha und muss erst einmal wieder laufen lernen“, sagte er. „Das ist nicht einfach, aber Unkraut vergeht nicht.“

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