Spiel verloren, einen Spielmacher gewonnen

von Redaktion

Bayerns Basketballer verlieren bei Panathinaikos Athen – doch nicht zuletzt Rückkehrer Bray lässt hoffen

Athen – Sie haben´gekämpft , sie haben lange Zeit auch gut gespielt – doch am Ende stand für die Basketballer des FC Bayern doch nicht mehr als die nächste Niederlage in Europa. Bei Panathinaikos Athen kassierten Kapitän Danilo Barthel und Kollegen ein 83:98 (53:53). Das aber immerhin Lust machte auf die Dinge, die in diesen Wochen noch kommen mögen. Vielleicht schon auf Teil zwei der Griechenland-Reise. Der steht morgen Abend mit dem Auftritt bei Olympiakos Piräus an.

Dabei sah es zunächst ganz so aus, als könnte auch dieser Abend nur so enden, wie eigentlich alle Münchner Auswärtsreisen in dieser Saison geendet waren: Ziemlich schlimm. Vor allem weil Panathinaikos-Spielmacher Nick Calathes den Ball durch die Münchner Defensive filetierte wie es ihm gefiel. Als die Bayern sich zum ersten Mal schüttelten, da stand auf der Anzeigetafel schon ein 19:2.

Es war der Moment, in dem Trainer Oliver Kostic eine Karte zog, die er eigentlich noch mit Bedacht hatte einsetzen wollen. T.J. Bray kam ins Spiel und der US-Regisseur ignorierte von Beginn an beharrlich den Umstand, dass er ein halbes Jahr lang kein einziges Basketballspiel bestritten hat. Gleich der erste Dreier saß, die ersten Pässe kamen an. Und das waren Impulse, die wirkten, wie der Zaubertrank des Druiden Miraculix in den Comic-Abenteuern des Galliers Asterix.

Plötzlich spielten die Bayern, qua Statistik die langsamste Mannschaft der Euroleague, mit Tempo. „Das liegt uns mehr“, hatte der, diesmal mit wehem Rücken geschonte Nihad Djedovic schon am Freitag nach dem Duell mit ZSKA Moskau gesagt. Plötzlich nahmen die Münchner aus der Distanz den Korb unter Feuer. Acht von 16 Versuchen saßen schon bis zur Halbzeit. 50 Prozent Quote – „wenn du das zuläßt, dann hast du es schwer“, murrte Panathinaikos-Coach Rick Pitino angesichts des 53:53, das zur Pause zu Buche stand.

Und die Bayern blieben dran, lieferten dem griechischen Top-4-Anwärter einen . begeisternden Kampf und so manch ein mitgereister Fan dürfte sich mit schmerzlicher Erinnerung an die vielen Vorrunden-Debakel gefragt haben: Warum nicht gleich so?

Es war ein Auftritt, der am Ende nur einen Makel hatte. Nämlich den, dass die Bayern, bei denen Bray mit 14 Punkten neben Center Greg Monroe (17) der treffsicherste Spieler war, ihren feinen Auftritt nicht ins Ziel brachten. Im Schlussviertel schlichen sich kleine Fehler ein, die Panathinaikos am Ende zu einem Sieg nutzte, der höher ausfiel als es der Spielverlauf hatte vermuten lassen.  rp

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