Zurück auf dem Boden

von Redaktion

Restlos enttäuschende Bayern-Basketballer gehen in Piräus mit 69:89 unter

VON PATRICK TORRES

Athen – Sie hatte unbedingt eine Trendwende bringen sollen, diese Griechenland-Reise des FC Bayern. Doch am Ende steht nicht mehr als Ernüchterung. Bei Olympiakos Piräus kassierte das restlos enttäuschende Euroleague-Schlusslicht aus München am Freitagabend mit 69:89 (32:37) bereits seine vierzehnte Niederlage dieser ernüchternden Euroleague-Spielzeit.

Dabei war ja schon klar: In diesem dritten Einsatz unter Neu-Coach Oliver Kostic würde ein anderes Gewicht auf den Schultern der Münchner Profis liegen. Gegen die Titelkandidaten ZSKA Moskau und Panathinaikos Athen konnte man sich mit ein paar ansehnlichen Vierteln gut abfinden. Doch Olympiakos Piräus, der griechische Zwangsabsteiger und Chaos-Club – wo wenn nicht hier sollte der erste Sieg auf ausländischem Boden gelingen?

Doch genau das schien, die Bayern eher zu lähmen als zu beflügeln. Danilo Barthel und Kollegen machten den Gastgebern um Euroleague-Topscorer Vasilis Spanoulis zwar mit handfester Defensive schwer zu schaffen. Aber vorne ließ der Schwung der verheißungsvollen Momente wie in der zweiten Halbzeit gegen ZSKA Moskau auf sich warten. Vor allem am Korb, das Hoheitsgebiet von Greg Monroe, glückte rein gar nichts. Und hätten die Bayern nicht zumindest aus der Distanz zu einer ähnlichen Form gefunden (4/7 zur Pause) – die Partie wäre zur Halbzeit wahrscheinlich schon entschieden gewesen.

Nur ein Viertel lang, nämlich im dritten, blitzte das angepeilte neue Münchner Gesicht unter Kostic auf. Die Bayern entwickelten Tempo – was schon eine Errungenschaft ist für das zweitlangsamste Team der Königsklasse – die Bayern suchten geradliniger den Weg zum Korb. Das hatte auch mit Rückkehrer T.J. Bray zu tun. Der US-Amerikaner packte auf seine 14 Zähler vom Mittwoch noch einen drauf.

Doch die Sache blieb ein Strohfeuer. Und die Münchner fielen ganz schnell in das Hühnerhaufen-Gesicht zurück, das kürzlich zum Abschied von Trainer Dejan Radonjic geführt hatte. Eines, das alles ist, aber fernab von Euroleague-tauglich.

Ob Sasha Vezenkov (20 Punkte) oder der Ex-BBL-Profi Augustine Rubit – die ebenfalls ziemlich leidgeprüften Piräus-Akteure nahmen den BBL-Tabellenführer regelrecht auseinander. Und dem blieb nur der Trost, dass man nun zur Abwechslung wieder einmal in der Heimat ran darf: Am Sonntag bei den Riesen Ludwigsburg.

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