Kraftlos im Spitzenspiel

von Redaktion

Bayern-Basketballer kassieren mit 74:81 in Ludwigsburg erste Saisonniederlage

München – Es war eine kurze Sequenz kurz vor Ende der ersten Halbzeit, die symptomatisch für das ganze Spiel stand: Die Bayern leisteten sich im Aufbauspiel erneut einen Fehler und gaben leichtfertig den Ball her, Radii Caisin nutzte das eiskalt aus und sorgte mit einem „Buzzerbeater“ jenseits der Dreierlinie für einen Vorsprung von sechs Punkten der Ludwigsburger. Fehlende Intensität und Konzentration sorgten für die 74:81 (31:37)-Niederlage der Basketballer des FC Bayern am Sonntag im Spitzenspiel bei den MHP RIESEN Ludwigsburg.

Das Offensivspiel der Münchner war in der ersten Halbzeit zu fahrig – zehn Turnover (insgesamt 16) leisteten sich die Basketballer des FC Bayern München. Zudem präsentierte sich das Team von Coach Oliver Kostic in den ersten zwanzig Minuten äußerst schwach bei den Würfen aus der Distanz (13 Prozent Dreierquote). Im zweiten Abschnitt setzten die Hausherren immer wieder Nadelstiche durch erfolgreiche Dreier und konnten die Führung deutlich ausbauen. Kostic beklagte in der Auszeit zudem fehlende Aggressivität.

Es schien so, als würde den Münchnern die Pleite in der Euroleague vom Freitagabend (72:89 in Piräus) noch in den Knochen stecken. Beim Tabellenzweiten Ludwigsburg drehte Khadeen Carrington auf und avancierte mit 25 Zählern zum Topscorer der Partie. Beim FCBB zeigte hingegen einzig Monroe Normalform (18 Punkte). Nach 14 Spielen ohne Niederlage zeigten sich die Basketballer des FC Bayern nun auch erstmals in der bisherigen Wohlfühloase – der Bundesliga – verwundbar.

Der gewünschte Effekt nach dem Trainerwechsel bleibt aus: Mit Kostic setzte es nun die vierte Pleite in Folge. „Wenn wir dann mal eine schlechte Phase haben, läuft es einfach zu schlecht. Jeder bekommt mal Runs, aber wir müssen aufpassen, dass diese für den Gegner nicht zu groß werden“, sagte Paul Zipser nach dem Spiel.  nms

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