Linus Straßer

von Redaktion

Wengen – Es schadet nicht, wenn ein Sportler für sich erst einmal die guten Details eines insgesamt gar nicht so guten Ergebnisses herauspickt. „Der Speed ist voll da“, sagte Linus Straßer nach dem Weltcup-Slalom in Wengen, den er mit dem 17. Platz beendete – für ihn das zweitschlechteste Ergebnis in diesem Winter. Am Ende hatte er 1,72 Sekunden Rückstand auf Sieger Clement Noel aus Frankreich, der bereits im vergangenen Jahr am Lauberhorn gewonnen hatte und diesmal vor Henrik Kristoffersen (Norwegen) und Alexander Choroschilow aus Russland landete.

Im ersten Durchgang habe er so angefangen, wie er es sich vorgestellt hatte, sagte Straßer. „Ruhig, unkompliziert, ich habe mich sehr gut gefüllt.“ Aber dann passierte der erste Fehler, „und es wurde es hektisch“, gab der 27-Jährige vom TSV 1860 München zu. Im Finallauf erging es ihm ähnlich, allerdings passierte ihm nur ein Mischgeschick – und anstatt einen großen Sprung nach vorne zu machen, konnte er sich nur um drei Plätze verbessern. „Wenn ich das runterfahre ohne den Fehler, wird es ein zweites Adelboden“, meinte Straßer. Dort hatte er sich nach einem mäßigen ersten Lauf auf den sechsten Platz verbessert.

In dieser Saison hat Straßer in fast jedem Rennen zwei Gesichter gezeigt. Entweder er war im ersten Lauf vorn dabei wie in Zagreb, als er bei seinem Comeback nach Kahnbeinbruch überraschend auf den dritten Zwischenrang fuhr, im zweiten aber zurückfiel. Oder er arbeitete sich – wie in Levi oder Adelboden – mit einem famosen zweiten Durchgang nach vorne. Ihm fehle das Gefühl für die richtige Attacke, gab er zu. „Momentan finde ich es noch schwer, die goldene Mitte zu finden zwischen richtig Gas geben und trotzdem sicher fahren.“

Während für den Münchner Wengen wieder ein kleiner Rückschlag war, durfte sich Anton Tremmel aus Rottach-Egern als 22. über das beste Weltcup-Resultat seiner Karriere freuen. Der 25-Jährige qualifizierte sich mit der hohen Startnummer 52 als 23. für das Finale (zum zweiten Mal nach Levi 2018), aber da verließ ihn nach einem Fehler Mitte des Kurses ein wenig der Mut. Trotzdem: eine gute Vorstellung. es

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