Krimi im Spitzenspiel

von Redaktion

EHC München verliert nach Penaltyschießen 2:3 gegen Berlin

München – Kevin Reich, Goalie des EHC Red Bull München, war machtlos. Lukas Reichel sorgte mit einem souveränen Schuss im Penaltyschießen für die 2:3-(1:1, 0:1, 1:0, 0:0, 0:1)-Niederlage der Münchner am Freitag vor 6142 Zuschauern in der Olympia Eishalle gegen die Eisbären Berlin.

Die Mannschaften, die sich 2018 in der Finalserie der DEL duellierten, spielten von Beginn an mit einer hohen Intensität. Die erste große Chance nutzten dann die Gäste: Im Powerplay erzielte Marcel Noebels die Führung für die Eisbären (9.). Eben jener Nobels befindet sich schon die ganze Saison über in Topform – es war bereits der 19. Saisontreffer des 27-jährigen. Die Berliner nutzten den Aufwind der Führung und erspielten sich in der Folge weitere gute Abschlussmöglichkeiten: Der stark aufspielende Reichel scheiterte etwa freistehend vor dem Münchner Torhüter Reich. Dem Team von Coach Don Jackson fehlte es ohne den erkrankten Mark Voakes im ersten Abschnitt zunächst an Durchschlagskraft vor dem Gehäuse der Berliner.

Eine doppelte Überzahl nutzte Yasin Ehliz nach einem schönen Spielzug dann aber doch noch zum 1:1 (17.). Ehliz bewies wieder einmal seine Qualität im Powerplay – es war bereits sein siebtes Überzahltor in der laufenden Spielzeit. Der Tabellenvierte aus der Hauptstadt störte den Spielaufbau des EHC aggressiv und musste allein in den ersten 20 Minuten fünf Strafen hinnehmen: „Wenn man so pfeift, kann man auch wieder zum Fußball gehen“, monierte der Berliner Jonas Müller in der Pause. Nicht nur die Fanlager befeuerten sich pausenlos mit Gesängen, auch auf dem Eis ging es heiß her – es kam immer wieder zu ruppigen Szenen.

Maxim Lapierre belohnte den kämpferischen Auftritt seines Teams und sorgte für die erneute Führung der Eisbären (35.). Ehliz hingegen vergab fünf Sekunden vor Ende des Mittelabschnitts einen Penalty. Auch am Freitag bewiesen die Münchner wieder, dass sie im Unterzahlspiel ebenfalls zur absoluten Spitzenklasse der Deutschen Eishockey-Liga gehören: Mit einem Mann weniger auf dem Eis erzielte der EHC Red Bull München den Ausgleich zum 2:2 – Frank Mauer sorgte für den Treffer (47.). Mann des Abends wurde dann aber der Berliner Reichel.  nms

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