Augsburg – Nach diesem Hattrick wird es für den zwischenzeitlich hochgelobten FC Augsburg wieder ernster. „Drei Spiele, drei Niederlagen – das fordert uns auf, dass es beim nächsten Heimspiel bei uns brennen muss. Und da wird es brennen“, kündigte Trainer Martin Schmidt nach dem 0:2 bei Union Berlin an.
Der Start in die Rückrunde ist den Schwaben mit dem 3:5 gegen Borussia Dortmund und mit der Niederlage beim Aufsteiger komplett misslungen. Vor der Winterpause hatte der FCA nach zuvor fünf Siegen aus sechs Spielen zudem ein 1:3 bei RB Leipzig kassiert. „Es hat die letzte offensive Überzeugung, die Gier in der Box, das Spiel mit aller Gewalt gewinnen zu wollen, gefehlt. Deshalb hatten wir den Ausgleich auch nicht verdient und müssen eine verdiente Niederlage hinnehmen“, sagte Schmidt..
Einen weiteren Abwärtstrend befürchten seine Profis nicht. „Da habe ich keine große Angst“, sagte der neu in der Startelf aufgebotene André Hahn. „Wir haben eine super-intakte Truppe, wir wissen, dass wir den Negativtrend dringend stoppen müssen. Die Mannschaft ist top. Wir spielen nicht schlecht.“
Beim Rumflachsen mit seinem Schweizer Landsmann Urs Fischer fand Schmidt immerhin sein Lächeln wieder. Im Scherz warf er dem Union-Coach vor: „Ich habe daheim doch einen Punkt gegeben, da dachte ich schon, dass das zurückkommt“, sagte Schmidt in Erinnerung an das 1:1 der Hinrunde. „Es tut mir leid, dass ich dir diesen Wunsch nicht erfüllen konnte“, antwortete Fischer.
Mit jeweils 23 Punkten haben sich beide Teams ein Polster vor der Abstiegszone erarbeitet. Schmidt rechnet fest mit dem Klassenverbleib von Augsburg und Union. „Der Kampf ist noch lange nicht vorbei“, sagte er und meinte mit Blick auf seinen Nebenmann Fischer. „Wir werden es beide mit unseren Mitteln machen und sicher unser Ziel erreichen, die Schweizer Connection.“ Seine persönliche Bilanz gegen Landsleute bleibt aber bescheiden. Im vierten Schweizer-Duell war es für Schmidt die dritte Niederlage. dpa