Tennis
Die Kooperation der beiden besten Spieler der österreichischen Tennisgeschichte währte nur wenige Tage. Nach den ersten beiden Runden der Australian Open in Melbourne beendeten Dominic Thiem und Thomas Muster ihre Zusammenarbeit, die sie erst kurz vor Turnierbeginn begonnen hatten. „Es hat einfach nicht gepasst“, sagte Thiem nach dem Einzug ins Achtelfinale beim ersten Grand Slam der Saison. Beim Sieg des Weltranglistenfünften am Samstag über den US-Amerikaner Taylor Fritz (6:2, 6:4, 6:7, 6:4) saß der frühere French-Open-Sieger Muster schon nicht mehr in der Box. „Zwei verschiedene Charaktere“ seien aufeinandergetroffen, gab Thiem zu, stellte jedoch klar, dass er und Muster (52) sich abseits des Platzes weiter „super“ verstehen würden.
Volleyball
Die WWK Volleys Herrsching haben ihre Playoff-Ambitionen eindrucksvoll untermauert. Die Ammerseer gewannen gegen den TV Rottenburg verdient mit 3:1 (25:17, 25:21, 24:26, 25:20). Damit festigte die Mannschaft von Trainer Max Hauser den 6. Platz.
Gegen die Baden-Württemberger zeigten die Herrschinger vor 850 Zuschauern eine grundsolide Partie. In den ersten beiden Sätzen waren beide Mannschaften bis zur Mitte auf Augenhöhe. Dann jeweils drehten die WWK Volleys auf. Im dritten Umlauf traten die Hausherren dann so richtig aufs Gaspedal und hatten beim Stande von 24:19 vier Matchbälle. Doch Rottenburgs Tim Grozer hatte etwas gegen ein vorschnelles Ende der Partie. In bester Familientradition hämmerte der jüngere Bruder von Deutschlands Volleyballstar Georg Grozer nervenstark einen Aufschlag nach den anderen ins gegnerische Feld, die Herrschinger Annahme wackelte, und plötzlich hieß es 24:24. Mit zwei blitzsauberen Assen sorgte Grozer für den Rottenburger Satzgewinn. Doch die Herrschinger zeigten sich unbeeindruckt und ließen im vierten Satz nichts mehr anbrennen.
„Wir haben eine gute Reaktion gezeigt“, sagte Hauser. Die MVP-Krone setzte sich diesmal Mittelblocker Mart van Werkhoven auf. Fleissigster Punktesammler war einmal mehr Diagonalangreifer Jalen Penrose mit 19 Zählern. Als nächstes steht Herrsching eine längere Reise bevor. Erst geht es in Hamburg gegen SVG Lüneburg (Samstag), vier Tage später steht das Gastspiel bei den Berlin Volleys auf dem Plan. DIRK SCHIFFNER