Ludwig-Sieg, Loch-Krise

von Redaktion

Einstiger Dominator 27. in Sigulda – Taubitz geht in Führung

Sigulda – Johannes Ludwig stand beinahe verschämt in der Box des Führenden, über seinen Sieg beim Rodel-Chaos in Sigulda konnte er sich kaum freuen – und vielleicht mischte sich auch Mitleid in den Blick des Oberhofers. Denn weniger Meter entfernt rutschte Felix Loch auf seinem Schlitten durch den Zielbereich, schwer enttäuscht und mal wieder geschlagen.

„Sch…e!“, entfuhr es dem einstigen Dominator gleich viermal, denn drei Wochen vor der WM nimmt Lochs Krise langsam dramatische Züge an. Nur Rang 27 in Lettland, schlechter hatte Loch einen Weltcup nie abgeschlossen. Zwar wirbelten die Wetter- und Bahnbedingungen das Klassement gewaltig durcheinander, doch für diese krachende Niederlage trug Loch selbst die Verantwortung.

Ludwig war nach einem langsamen ersten Lauf im zweiten Durchgang an die Spitze gespült worden, weil nach seiner Fahrt die Bahn immer schlechter wurde. „Ich freue mich, oben zu stehen. Aber der sportliche Wert hat sich heute ein bisschen in Grenzen gehalten.“

Dennoch tue dieser erste Saisonsieg dem Team gut, sagte Bundestrainer Norbert Loch. Das galt auch für die Leistungen von Julia Taubitz bei den Frauen. Die Vize-Weltmeisterin gewann und übernahm die Führung in der Gesamtwertung.  sid

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