Dortmund – Beim BVB ist der Glaube an eine erfolgreiche Aufholjagd im Titelrennen zurück – dank Erling Haaland. Mit seinen zwei Treffern zum 5:1 (2:0) gegen den 1. FC Köln schrieb der erst 19 Jahre alte Neuzugang von RB Salzburg Bundesliga-Geschichte. Wie schon bei seinem Drei-Tore-Debüt eine Woche zuvor in Augsburg (5:3) sorgte er auch in der Partie gegen Köln nach seiner Einwechslung (65.) mit Treffern in der 77. und 87. Minute für Furore. „Es war schon in der vergangenen Woche ein berauschendes Erlebnis. Und nun trifft er in seinem ersten Heimspiel zweimal. Ich glaube, das kann man nicht besser malen“, schwärmte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl.
Dass Haaland für seine fünf Treffer lediglich 57 Minuten benötigte, nötigte selbst einem hochdekorierten Profi wie Mats Hummels Respekt ab. „Wenn man sieht, wie er tagtäglich arbeitet, ist die Chance sehr groß, dass er so weitermacht. Seine Arbeitsauffassung in dem Alter gefällt mir außerordentlich gut“, kommentierte der Weltmeister von 2014.
Mit seiner Unbekümmertheit, seinem Ehrgeiz und seiner Gradlinigkeit vor dem Tor hat Haaland in Dortmund nicht nur die Herzen der Fans im Sturm erobert. Bei allem Stolz über seinen famosen Einstand mied er jedoch die Öffentlichkeit. Um den Hype um seine Person nicht weiter anzuheizen, folgte der neue Joker-König der Dortmunder der Empfehlung seines Clubs. Er verzichtete auf Interviews und verließ das Stadion durch die Hintertür. „That magic moment“, von einem magischen Moment, schrieb Haaland kurz und knapp Stunden später bei Instagram. Wie Hummels ist auch Lucien Favre zuversichtlich, dass der norwegische Nationalspieler das Spiel der Borussia dauerhaft bereichert. „Er ist nicht zu bremsen. Er will immer trainieren, will immer gewinnen. Für einen Trainer ist es fantastisch, einen solchen Spieler zu haben“, lobte der BVB-Coach.