Ein Wechsel des Nationalspielers Emre Can (26) vom italienischen Rekordmeister Juventus Turin zu Borussia Dortmund rückt offenbar näher. Für das Juve-Spiel gegen SSC Neapel am Sonntagabend steht der Ex-Münchner und -Leverkusener schon nicht mehr in Turins Kader. Die offizielle Begründung für die Abwesenheit des gebürtigen Frankfurters lautete auf „Grippe“, berichtete die Gazzetta dello Sport. Laut dem Blatt seien die Verhandlungen zwischen Juve und BVB bereits so weit fortgeschritten, dass Cans Vertrag bei den Schwarz-Gelben Anfang nächster Woche unterzeichnet werden könnte. Die Ablöseforderung der Alten Dame soll sich allerdings auf 30 Millionen Euro belaufen. Can hatte sich wiederholt über die geringen Einsatzzeiten bei Juve beklagt. BVB-Sportdirektor Michael Zorc hatte am Freitag bei DAZN gesagt: „Wenn wir noch was machen, muss es sportlich und wirtschaftlich passen.“
In der andauernden Debatte um neue Wettbewerbsformate gibt es offenbar Pläne für eine sogenannte „Champions League on Tour“ in der Sommerpause. Wie die „BamS“ berichtete, soll Andrea Agnelli, Chef von Juventus Turin und der European Club Association, eine entsprechende Idee gemeinsam mit dem US-Milliardär Stephen Ross kürzlich mehreren Spitzenclubs präsentiert haben. Demnach könnten 16 Topvereine aus Europa in den Sommerpausen ein Turnier in den USA bestreiten. Ein solcher Wettbewerb stünde in klarer Konkurrenz zur neuen Club-WM der FIFA, die mit 24 Mannschaften erstmal 2021 in China stattfinden wird. Noch nicht geklärt ist zudem, in welchem Format die Champions League von 2024 an stattfinden soll. Hier gibt es kontroverse Diskussionen über möglicherweise mehr Gruppenspiele für die Clubs. Die sogenannte „Champions League on Tour“ soll demnach den International Champions Cup ersetzen, an dem in den vergangenen Jahren diverse Topvereine – darunter auch der FC Bayern und Borussia Dortmund – teilgenommen hatten.
Der niederländische Fußball trauert um Rob Rensenbrink. Der frühere Stürmer, 1974 und 1978 mit dem Oranje-Team jeweils Vizeweltmeister, ist bereits am Freitag im Alter von 72 Jahren gestorben. Das gab der niederländische Fußball-Verband KNVB bekannt. Rensenbrink litt seit Jahren unter Muskelschwund. Er absolvierte 46 Länderspiele für sein Heimatland, im Endspiel der Weltmeisterschaft 1974 unterlag er mit dem niederländischen Nationalteam Gastgeber Deutschland in München mit 1:2. Vier Jahre später erlebte Rensenbrink den wohl bittersten Moment seiner Karriere: Im Finale gegen Argentinien traf der Angreifer beim Stand von 1:1 in der Nachspielzeit aus spitzem Winkel den Pfosten – am Ende setzte sich wieder der WM-Gastgeber durch (3:1 n.V.).