zwei Gesichtern

von Redaktion

München – Oliver Kostic sah gezeichnet aus. Der Arbeitstag hatte dem Trainer der Basketballer des FC Bayern doch zu schaffen gemacht. Sicher, mit dem 93:85 (51:31) über die Baskets Bonn hatten ihm seine Profis gerade auch in der Bundesliga das erste Erfolgserlebnis als Chef beschert. Doch die Freude darüber war nicht ungetrübt: „Wir haben zwei Gesichter gezeigt.“

In der Tat: Bei allem, was sich unter der Führung des 46-Jährigen weiter entwickelt haben mag – ein Leiden haben sich die Bayern auch unter Kostic bewahrt. Sie haben nicht die Stabilität, ein Spiel über die vollen 40 Minuten abzuarbeiten. Am Sonntag leisteten sie sich im dritten Viertel ein derart unfassbares Tief, dass sogar ein 26:7-Traumstart in Vergessenheit geriet.

Fünfeinhalb Minuten rannten sich die Münchner in der erwartbar aggressiver gewordenen Defensive fest. Hinten ließ man vor allem Bonns Brandon Frazier heiß laufen. Der Guard (21 Punkte) führte die Gäste zu einem 19:0-Lauf. Beim 66:63 ahnten die 4757 Zuschauer im Audi Dome: Die Sache konnte knifflig werden.

Doch die Bayern bekamen die Kurve ja. Und dass das so war, lag vor allem an Greg Monroe. Der US-Center packte am Korb noch entschlossener zu als zuvor. Elf Rebounds hatte er am Ende eingesammelt. Und was noch wichtiger war: Der Ex-Profi sammelte Punkte. Elf (seiner insgesamt) 22 Punkte im Schlussviertel waren nicht die schlechteste Antwort auf den Bonner Lauf. Doch Extralob wollte er nicht haben: „Die Mannschaft hat den Ball sehr gut bewegt“, sagte er. Wohl wissend, dass schon bald wieder härtere Zeiten warten. Wohl schon am Donnerstag, dann müssen die Münchner in Mailand wieder in der Königsklasse Euroleague ran. .  rp

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