FUSSBALL IN KÜRZE

Subotic: „Dortmund hat mich geprägt“

von Redaktion

Das Haus des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des englischen Fußball-Rekordmeisters Manchester United ist Ziel eines Angriffes geworden. Nach Berichten des Daily Mirror wurde die Attacke auf Ed Woodwards Wohnsitz am späten Dienstagabend von einer Gruppe von 20 bis 30 mit Sturmhauben bekleideten United-Anhängern durchgeführt. Dabei warfen die Angreifer mit Pyro und besprühten einen Torpfosten zudem mit Graffiti, die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. „Jeder, der einer Straftat oder des unbefugten Betretens dieses Geländes für schuldig befunden wird, wird vom Klub auf Lebenszeit gesperrt und kann strafrechtlich verfolgt werden“, teilte United in einem Statement mit: „Die Meinungsäußerung von Fans ist eine Sache, krimineller Schaden und die Absicht, Leben zu gefährden, eine andere. Dafür gibt es keine Entschuldigung.“ Woodward, der zum Zeitpunkt des Angriffs offenbar nicht zu Hause war, war in den letzten Partien Ziel von Sprechchören der United-Fans geworden. Die Anhänger werfen ihm vor, in den letzten sieben Jahren an der rückläufigen sportlichen Entwicklung des Klubs beteiligt zu sein.

Der frühere FIFA-Präsident Joseph S. Blatter steht der französischen Justiz bei ihren Ermittlungen hinsichtlich möglicher Korruption rund um die Vergabe der Fußball-WM 2022 nach Katar grundsätzlich zur Verfügung. Allerdings will der 83-jährige Schweizer nur in seinem Heimatland aussagen. „Ich bin nicht bereit, zu einer Anhörung nach Frankreich zu kommen, aber ich stehe der französischen Justiz zur Verfügung, wenn die Anhörung in der Schweiz stattfindet“, sagte Blatter der Nachrichtenagentur AFP. Am 2. Dezember 2010 war die WM-Endrunde 2022 in Zürich völlig überraschend an Katar vergeben worden. Es gab in der Vergangenheit wiederholt Vorwürfe, der Zuschlag für das Emirat am Persischen Golf sei nur aufgrund von Korruption möglich gewesen.

Auf der Auswärtsreise in die Heimat bräuchte Neven Subotic nicht einmal ein Hotel. Vor der großen Rückkehr nach Dortmund, den Ort seiner größten Erfolge, könnte er einfach zu Hause schlafen. Auch nach seinem Abschied aus dem Ruhrpott hat der Verteidiger von Union Berlin seinen Hauptwohnsitz noch „fußläufig vom Stadion entfernt“, wie er verrät. Irgendwann einmal, wenn er nicht mehr für Geld Fußball spielt, will er für immer zurückkommen. „Das ist der Ort, zu dem ich mit 19 gekommen bin und den ich mit 29 verlassen habe. Die Stadt hat mich geprägt“, so Subotic. Einen oder gar drei Punkte will er seiner alten Liebe Borussia Dortmund mit den Köpenickern am Samstag (15.30 Uhr/Sky) abtrotzen. Für unmöglich hält der Serbe das ganz und gar nicht: „Wir spielen gegen eine der besten Mannschaften Europas, aber wir haben nicht das Gefühl, abgeschossen zu werden.“

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