Comeback-Könige

von Redaktion

EHC München besiegt Augsburg mit 5:4 nach Verlängerung

München – Konrad Abeltshauser klopfte sich energisch auf die Brust und ließ seinen Emotionen freien Lauf. Soeben hatte er in der Overtime das entscheidende Tor für den EHC Red Bull München erzielt. Durch den goldenen Treffer von „Conny“ besiegte der EHC gestern Abend daheim die Augsburger Panther mit 5:4 (0:3, 2:0, 2:1, 1:0). Und das nach einem Start, der für die Münchner eigentlich nicht schlechter hätte laufen können.

Die Augsburger agierten auf dem Eis von Beginn an sehr agil und störten die Münchner mit einem aggressiven Forechecking früh und effektiv im Spielaufbau. Braden Lamb belohnte den couragierten Start seines Teams und brachte die Panther mit einem sensationellen Drehschuss in Führung (7.). Den Versuch der Münchner, etwas mehr Dominanz ins Spiel zu bringen, konterten die Gäste eiskalt aus: Thomas Jordan Trevelyan traf nach einem Sololauf zum 2:0 (14.). Die Panther rotierten viel und zogen somit die Abwehrreihen der Münchner weit auseinander.

Den freien Raum nutzte Jaroslav Hafenrichter und setzte mit seinem Pass gekonnt Lamb in Szene, der erneut die Qualität seines feinen Handgelenks unter Beweis stellte und den Doppelpack schnürte (16.). 0:3 nach 16 Minuten – die negative Tendenz der letzten Spiele schien sich zunächst auch am Donnerstagabend zu bestätigen. Andrew Bodnarchuk hatte unmittelbar vor dem Augsburg-Spiel erklärt, dass es „nie nur um die Defensive, sondern immer um das gesamte System“ gehe und man „einige Veränderungen vorgenommen“ habe. Im ersten Drittel konnte man noch nicht erkennen, dass an den richtigen Stellschrauben gedreht wurde.

Im Mittelabschnitt sah es dann schon anders aus: Die Münchner, angeführt von Yasin Ehliz, agierten mit mehr Wucht und erspielten sich gute Chancen. Den verdienten Anschlusstreffer zum 1:3 erzielte dann Philip Gogulla (36.). Die Panther zollten dem hohen Tempo der Anfangsphase Tribut und liefen den schnellen EHC-Kombinationen fortan hinterher. Eine solche Kombination führte dann auch zum 2:3 – Ehliz legte per Traumpass vor, Yannic Seidenberg verwandelte (38.). David Stieler versetzte den Münchner Comeback-Träumen dann aber zu Beginn des entscheidenden Drittels einen herben Dämpfer und brachte die Panther wieder mit zwei Treffern in Front (41.).

Das Duell entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch – Chris Bourque verkürzte mit all seiner Wucht auf 3:4 (44.). Der EHC reagierte auf den 0:3- und 2:4-Rückstand wie ein echtes Spitzenteam – mit der nötigen Aggressivität ohne dabei die Kontrolle zu verlieren. So war es Trevor Parkes, der die Ruhe behielt und den Puck zum 4:4 (47.) einschob.

Beide Teams spielten in der umkämpften Partie weiter mit offenem Visier. Zum Held des Abends wurde dann Abeltshauser mit seinem Tor in der Verlängerung.  nms

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