Neuer lobt das Flick-System

von Redaktion

Mainz – 26 Minuten genügten dem FC Bayern am Samstag, um den Abstiegskandidaten Mainz in seine Einzelteile zu zerlegen. „Danach“, erklärte Trainer Hansi Flick, „haben wir etwas das Tempo rausgenommen und Mainz so wieder ins Spiel gebracht“. Letztlich stellte der neue Tabellenführer aber unter Beweis, dass er eine Partie auch kontrolliert zu Ende spielen kann. Keine unwichtige Erkenntnis vor den nahenden Englischen Wochen.

Bei aller Münchner Dominanz und dem spielerischen Glanz der letzten Wochen kommen zwangsläufig die Vergleiche mit der Bayern-Ära unter Pep Guardiola auf. Manuel Neuer wollte diese aber nicht so recht unterstützen. Er erklärte in Mainz: „Man kann die Trainer untereinander nicht so vergleichen und auch nicht die Art und Weise, wie man Fußball spielt. Natürlich ist das Gesicht des FC Bayern aber eher so, dass wir Ballbesitz-Fußball spielen.“

Das taten der Keeper und seine Teamkollegen am Samstag nominell wieder im 4-3-3-System, bei eigenem Ballbesitz aber formierte sich der FC Bayern in einem 3-3-4. Kimmich rückte zwischen die Innenverteidiger Boateng und Alaba, davor reihten sich die Außenverteidiger Pavard und Davies auf. Zwischen ihnen zog Thiago die Fäden. Die vorderste Linie besetzte das Flick-Team gleich mit vier Spielern (Müller, Lewandowski, Goretzka, Perisic). Vor allem Goretzka und Müller bewegten sich aber immer wieder ganz frei in Richtung Ball.

„Wir versuchen, sicher zu spielen mit einem guten Positionsspiel und einer guten Raumaufteilung. Im Moment läuft es da sehr gut mit dem Trainer“, erklärte Neuer. Auffällig war, wie die Bayern den geordneten Mainzer Spielaufbau verhinderten. In Form einer Raute liefen Lewandowski, Müller, Perisic und Goretzka die Defensivspieler des FSV an, zwangen sie und Keeper Zentner so oft zum langen Ball, der dann meist eine sichere Beute der Münchner Innenverteidiger Jerome Boateng oder David Alaba wurde.  jau

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