München – Seit seinem Auftritt bei „Blickpunkt Sport“ weiß die Öffentlichkeit: Daniel Bierofka ist bereit für eine neue Aufgabe. „Ich bin offen für alles“, sagte der ehemalige 1860-Coach vor drei Wochen im BR-Studio. Jetzt, drei Tage vor Bierofkas 41. Geburtstag, gibt es auch das passende Gerücht dazu.
Laut den „Badischen Neuesten Nachrichten“ ist Bierofka ein potenzieller Nachfolger des gestern beim Karlsruher SC entlassenen Trainers Alois Schwartz. Geschäftsführer Oliver Kreuzer, der mit Bierofka in seiner Zeit bei 1860 gut konnte, soll bereits vorgefühlt haben. Nach dem 0:2 gegen Kiel steht der KSC in der 2. Liga auf Abstiegsplatz 17.
Kreuzer, beim KSC nicht mehr unumstritten, kommentierte die Entlassung so: „Wir sind (…) nach intensiver Analyse zu dem Schluss gekommen, in der aktuellen sportlichen Situation einen neuen Impuls setzen zu müssen, um unser großes Ziel, den Klassenerhalt, erreichen zu können.“ Vorausgegangen waren Sätze von Ingo Wellenreuther, die Schwartz sein baldiges Aus erahnen ließen. „So selbstkritisch muss das Trainerteam sein, zu erkennen, dass die Maßnahmen der letzten Wochen nicht zu einem positiven Ergebnis kamen“, sagte der KSC-Chef.
Bierofka ließ eine Nachfrage unserer Zeitung unbeantwortet, sein Umfeld bestätigte aber, dass er offen für alles sei. Für ein Engagement des Ex-Löwen in Karlsruhe spräche, dass Bierofka und Kreuzer schon in ihrer gemeinsamen Zeit an der Grünwalder Straße ein gutes Gespann waren. Auf Anregung von Noor Basha, 2016 zweiter Geschäftsführer, holte Kreuzer den damaligen U 21-Coach zu den abstiegsbedrohten Profis – Bierofka dankte es mit der Rettung im Schnellverfahren (drei Spiele, drei Siege).
Einstweilen hat beim KSC der bisherige Co-Trainer Christian Eichner übernommen. Er startet mit dem Pokalspiel gegen Regionalligist Saarbrücken, ehe es am Samstag in der Liga zum HSV geht. Bierofka wird interessiert zuschauen. ulk, lk