Die schwarze Serie geht weiter

von Redaktion

65:75 – Bayerns Basketballer verlieren auch in Villeurbanne

Lyon – Mit einem Gefühl wie diesem waren sie in dieser Saison ja schon öfter auf europäische Auslandsreisen gegangen. Wenn nicht jetzt, wann dann – an diesem Abend musste es doch klappen mit dem ersten „echten“ Auswärtssieg in der Euroleague. Doch wieder blieb nur Ernüchterung. Auch bei ASVEL Villeurbanne kassierten die Münchner eine 65:75 (34:35)-Niederlage.

Die Bayern merkten schnell: Dieses Spiel würde ein schmerzhaftes werden. Villeurbanne versuchte sich mit den Mitteln, mit denen der französische Topclub vor allem zuhause in dieser Saison schon oft gut gefahren war: Mit reichlich Physis.

Trainer Oliver Kostic setzte dagegen mal auf die Ideen von T.J. Bray – kein schlechter Gedanke. Der US-Spielmacher hatte schon zur Pause fünf Korbvorlagen eingesammelt. Das Anspiel auf den einschwebenden Mathias Lessort – ein Kandidat für das Bild des Tages. Und die Bayern setzten auch ohne den am Rücken verletzten Nihad Djedovic auf kleine, wendige Aufstellungen. Eine Halbzeit lang ging das gut, die Bayern kontrollierten die zerfahrene Begegnung (35:34).

Doch es bleibt dabei: Die Münchner haben in diesem Winter noch nicht das Mittel gefunden, eine Partie über die komplette Spielzeit auf hohem Niveau zu bestreiten. Diesmal nahmen sie sich das Tief im dritten Viertel. Leisteten sich die Ballverluste, vor denen Kostic so eindringlich gewarnt hatte – nach einer halben Stunde waren es schon deren 20. Viel zu viel um ernsthaft an den ersten Sieg auf ausländischem Boden hinschmecken zu dürfen. Zumal Villeurbanne seine Wurfchancen zunehmend konsequenter nutzte. Adreian Payne etwa, der sein Punktekonto auf 15 Zähler aufstockte.

Die Bayern kämpften, vor allem Mathias Lessort wollte sich mit der Wendung nicht zufrieden geben. Doch auch seine 10 Punkte waren an diesem Abend nicht mehr genug.  rp

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