Zu soft für Europa

von Redaktion

Bayern-Basketballer auf Formsuche

München – Oliver Kostic musste nicht lange überlegen. Natürlich wusste er schon kurz danach, warum auch dieser Euroleague-Abend am Ende bitter schief gegangen war. „Wir sind soft geworden“, sagte der Trainer der Basketballer des FC Bayern, „wir haben unser physisches Spiel komplett verloren.“ Und so wurde aus einer knappen Pausenführung (35:34) eine glatte 65:75-Niederlage bei ASVEL Villeurbanne und die Chance ist wieder ein Stück kleiner geworden, dass die Bayern die verkorkste Spielzeit in Europa noch zu retten vermögen.

Noch stehen elf Auftritte in der Königsklasse aus. Reichlich Gelegenheiten, um zumindest noch ins Mittelfeld vorzustoßen – selbst nach der Pleite in Frankreich war Platz zehn überschaubare zwei Siege entfernt. Doch um die gut zu machen, müssten die Münchner ihr Spiel zumindest einigermaßen stabilisieren. Noch holt man sich zuverlässig Tiefs. „Im dritten Viertel haben wir uns versteckt, hatten so viele Ballverluste, da konnten sie oft punkten. In den letzten zehn Minuten haben wir dann vollständig unser Konzept verloren“, haderte Kapitän Danilo Barthel in Villeurbanne.

Wenn man zumindest etwas Gutes finden wollte, dann waren das wohl am ehesten die Impulse von T.J. Bray. Der US-Regisseur (6 Assists) setzte vor allem den in dieser Saison schon so oft vom Bayern-Spiel abgekoppelten Mathias Lessort gekonnt in Szene – der Franzose bedankte sich prompt mit 14 Punkten. Einer der wenigen Bayern-Lichtblicke neben dem Comeback von Vladimir Lucic.

Aber vielleicht ist es ja tröstlich, dass die Münchner in Europa erst mal nicht reisen müssen. Am Freitag (20.30 Uhr) tritt Valencia BC im Audi Dome an.  rp

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