Für den Normalverbraucher sind es Traumreisen, für die deutschen Tennis-Frauen ist es der pure Stress. Nach den Australian Open in Melbourne ist die DTB-Auswahl im Fed Cup nun in Brasiliens Küstenstadt Florianopolis gefordert. Obwohl der neue Kapitän Rainer Schüttler auf die Spitzenkräfte Angelique Kerber und Julia Görges verzichten muss, sollte die Qualifikation für die Endrunden-Premiere im April in Budapest eigentlich gelingen. Denn auch den Gastgeberinnen fehlt an diesem Freitag (16.00 Uhr) und Samstag (14.30 Uhr/jeweils Sportdeutschland.tv) ihre Nummer eins.
Weil Kerber ihre Oberschenkelprobleme auskuriert und Görges sich auf die Turniere in Dubai und Doha in der zweiten Februar-Hälfte konzentrieren möchte, fehlt das Duo schon im dritten Jahr nacheinander in der ersten Runde. Richten sollen es auch dank ihrer Erfahrung die 31-jährige Laura Siegemund und die ein Jahr ältere Tatjana Maria sowie Anna-Lena Friedsam und Antonia Lottner. Nicht unrealistisch gegen ein Team, das nach der Dopingsperre füre Linkshänderin Beatriz Haddad Maia von der Weltranglisten-225. Gabriela Ce angeführt wird.
Was die Reisestrapazen betrifft, gemessen daran liegt das nächste Fed-Cup-Ziel Budapest um die Ecke. Wie seit vorigem Jahr im Davis Cup gibt es nun auch im Mannschaftswettbewerb der Frauen eine Endrunde. Dabei sind vom 14. bis 19. April die acht Qualifikanten, Gastgeber Ungarn, Cupverteidiger Frankreich, Vorjahresfinalist Australien sowie dank einer Wildcard Tschechien, das seit 2011 sechsmal die Trophäe holte. Das deutsche Team muss sich erst noch qualifizieren. Beim DTB ist man immerhin zuversichtlich – der Verband verlost schon zwei Tickets für Budapest. dpa