Unterhaching – Manfred Schwabl ist derzeit im Stress. Der Unterhachinger Präsident muss routinemäßig die Lizenzierung für die neue Saison bearbeiten. Aber noch wichtiger ist wohl aktuell die Stadionfrage. So will der Drittligist von der Gemeinde den Sportpark erwerben, um zukünftig eine eigene Heimat zu besitzen. Zuletzt hat der Gemeinderat in einer nichtoffiziellen Sitzung über den Verkauf diskutiert. Über die Gespräche vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Aber aus dem Kreis der Kommunalpolitiker war zu hören, dass man dem Wunsch der Spielvereinigung durchaus positiv bewerten will. Der Kaufpreis soll sich im Bereich von etwas über drei Millionen Euro bewegen. Noch ist viel Spekulation im Raum und Schwabl will nur so viel bestätigen: „Es geht jetzt um die Details.“
Der sportliche Erfolg würde natürlich die noch ausstehenden Gespräche zwischen den Politikern und dem Verein positiv beflügeln. Noch sind die Hachinger nach der Winterpause ungeschlagen und im Heimspiel an diesem Samstag (14.00 Uhr, Sportpark) gegen Viktoria Köln klarer Favorit. Der Neuling kommt mit dem außergewöhnlichen Torverhältnis von 41:51 in den Sportpark, während Haching mit nur 25 Gegentreffern die beste Defensive der 3. Liga stellt. „Die Kölner sind immer gut für ein Spektakel“, erwartet Trainer Claus Schromm, der sein Team nach dem 1:1 in Rostock etwas umbauen muss.
So fällt Alexander Winkler wegen einer Fußprellung aus und wird wahrscheinlich durch Marc Endres ersetzt. Wegen einer Grippe konnte Dominik Stahl die gesamte Woche nicht trainieren und hinter seinem Einsatz steht ein Fragezeichen. Da es derzeit mit Felix Müller und Luca Marseiller nur zwei Langzeitverletzte gibt, hat Schromm personell die Qual der Wahl und zahlreiche Alternativen, damit die Serie von sechs Partien ohne Niederlage fortgesetzt werden kann. kik