FUSSBALL IN KÜRZE

Frahn zeigt Reue: „Bin kein Nazi“

von Redaktion

Ex-Trainer Jürgen Klinsmann hatte in der Winterpause beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC offenbar weitere spektakuläre Transfers geplant. Der 55-Jährige soll die Verpflichtung des Nationalspielers Emre Can sowie der Rio-Weltmeister Mesut Özil und Lukas Podolski vorgeschlagen haben. Das berichtete der kicker. Intern soll Klinsmann, der am vergangenen Dienstag nach nur 76 Tagen als Hertha-Coach hingeschmissen hatte, auf Widerstand gestoßen sein. Can wechselte von Juventus Turin zu Borussia Dortmund, Özil steht weiter beim FC Arsenal unter Vertrag, Podolski veränderte sich von Vissel Kobe (Japan) zu Antalyaspor (Türkei). Zuvor waren bereits Mario Götze (Borussia Dortmund) und Julian Draxler (Paris Saint Germain) im Gespräch gewesen. Letztendlich holte Hertha für knapp 80 Millionen Euro Santiago Ascacibar (vom VfB Stuttgart), Lucas Tousart (Olympique Lyon), Krzysztof Piatek (AC Mailand) und Matheus Cunha (RB Leipzig).

Torwart-Ikone Iker Casillas bewirbt sich um das Präsidentenamt beim spanischen Fußballverband RFEF. „Ja, ich werde kandidieren“, teilte der 38-Jährige am Montag per Twitter mit und bestätigte damit Medienmeldungen der vergangenen Tage. Der ehemalige Welt- und Europameister hatte nach seinem Herzinfarkt im vergangenen Jahr schon länger mit dem Gedanken gespielt, sich ein anderes Betätigungsfeld zu suchen. Casillas muss gegen Luis Rubiales antreten, der seit 2018 RFEF-Präsident ist und sich erneut zur Wahl stellt. Nach der Suspendierung des langjährigen Verbandsbosses Angel Maria Villar wegen des Vorwurfs der Korruption hatte sich Rubiales in einer Stichwahl gegen den Interimspräsidenten Juan Luis Larrea durchgesetzt. Die Wahl soll im Mai oder Juni durchgeführt werden.

Der aufgrund seiner angeblichen Nähe zur rechten Szene umstrittene Fußballprofi Daniel Frahn hat „schwerwiegende“ Fehler eingestanden und rechtes Gedankengut erneut klar abgestritten. „Ich bin kein Nazi, war nie Nazi, war auch kein Sympathisant der rechten Gesinnung, war nie in einer Gruppe oder habe mit einer Gruppe sympathisiert“, sagte der Stürmer des SV Babelsberg 03. Frahn war im August 2019 wegen seiner angeblichen Verbindungen zur rechten Szene beim Chemnitzer FC entlassen worden, das Arbeitsgericht Chemnitz hatte die fristlose Kündigung für unwirksam erklärt. Der CFC hatte angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Zwei Tage nach der Vertragsauflösung hatte er Ende Januar bis zum Saisonende beim Club aus seiner Geburtsstadt Potsdam unterschrieben. Dass er im März 2019 bei einem Torjubel ein T-Shirt mit der Aufschrift „Support your local Hools“ (Unterstütze deine lokalen Hooligans) hochgehalten, bezeichnete Frahn als „größten Fehler meines Lebens“.  dpa

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