„Uns wurde ein Punkt geklaut“

von Redaktion

DEL2: Tölzer Ärger über Schiedsrichter – Nur noch Siebter

Bad Tölz – Wenn die Tölzer Löwen so etwas wie einen Angstgegner in der DEL 2 haben, dann ist es der Aufsteiger: Alle vier Spiele gegen den EV Landshut in dieser Saison gingen verloren. Alle waren umkämpft, endeten mit einem Tor Unterschied. Aber auch an diesem Wochenende mussten sich Tölzer dem Team von Ex-Löwen-Trainer Axel Kammerer geschlagen geben: Im Heimspiel am Freitag mit 4:5 im Penaltyschießen, am Sonntag in Landshut mit 2:3, nachdem sie bis acht Minuten vor Schluss noch in Führung lagen.

Bitter auch, weil der entscheidende Treffer der Gastgeber höchst umstritten war. Der sonst stark haltende Löwen-Keeper Sinisa Martinov schob sich eine an sich harmlose Scheibe von Robbie Czarnik selbst ins Tor. Allerdings waren die Löwen überzeugt, dass der Schiedsrichter das Spiel schon unterbrochen hatte, bevor der Puck über die Linie trudelte. Ein Videobeweis wurde jedoch abgelehnt. „Das war unfair, der Schiedsrichter hat uns einen Punkt geklaut“, moniert Löwen-Trainer Kevin Gaudet ungewohnt deutlich in Richtung der Unparteiischen.

Tölz versäumte es jedoch schon vorher, für die Entscheidung zu sorgen. In einem guten ersten Drittel ließen sie viele Möglichkeiten ungenutzt und kassierten den Ausgleich, kamen im Schlussdrittel eher zufällig durch Shawn Weller erneut zur Führung. Doch der Treffer acht Minuten vor Schluss reichte nicht zum ersten Sieg gegen Landshut, die Löwen rutschen vier Spiele vor Schluss der Hauptrunde auf Rang sieben ab und fallen damit aus den direkten Playoff-Rängen heraus.

Das wäre fast schon am Freitag passiert, als die Löwen sich im Heimspiel gerade noch in die Verlängerung und ins Penaltyschießen retteten. In diesem Spiel war zunächst auf beiden Seiten fast jeder Schuss ein Treffer. Dann zeigten die Löwen Abschlussschwächen im Powerplay – einst ihr Steckenpferd – und vergaben trotz großem Bemühen etliche Möglichkeiten. Zu kompliziert, zu unkreativ. „Für uns bleibt es schwierig, zuhause das Momentum zu bekommen“, sagt Gaudet. NICK SCHEDER

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