Klopp genervt von Atleticos Simeone

von Redaktion

Nach der 0:1-Pleite in Madrid formuliert der FC Liverpool Kampfansagen

Madrid – Nach all dem Theater von „Zirkusdirektor“ Diego Simeone konnte sich Jürgen Klopp einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen. „Ich bin mir nicht sicher, ob er viel von dem Spiel gesehen hat“, sagte der Teammanager vom FC Liverpool über das Gehabe seines Gegenübers bei der 0:1-Niederlage gegen Atletico Madrid.

Unentwegt hatte Simeone die Fans nach vorne gepeitscht – und ging den Reds damit ziemlich auf den Zeiger. „Simeone ist wie er ist. Er hat es all die Jahre so gemacht. Das wird sich nicht ändern“, sagte Liverpools Verteidiger Andy Robertson genervt: „Sie haben nach dem Spiel gefeiert, als wären sie schon eine Runde weiter.“

Auch Klopp ließ sich von der ersten Niederlage seines Teams in 2020 nicht aus der Ruhe bringen. Der drohende Achtelfinal-K.o. in der Königsklasse? Den schob er eilig beiseite und ließ eine Kampfansage folgen: „An alle Atletico-Fans, die eine Eintrittskarte für das Spiel bekommen können: Willkommen in Anfield. Es ist noch nicht zu Ende.“

Simeone mochte sich hingegen noch gar nicht mit dem Rückspiel befassen. „Diese Nacht ist eine davon, die du niemals vergisst“, sagte der extrovertierte Argentinier voller Pathos. Die Stimmung in der Arena sei die beste Atmosphäre seiner achtjährigen Amtszeit gewesen.

Liverpool erlebte die erste große Enttäuschung der Saison. „Jetzt haben wir eine sehr lange Halbzeitpause, um uns vorzubereiten. In Anfield wird es anders aussehen“, beschwor Klopp die Qualitäten seines Teams mit Blick auf den 11. März, den Tag des Rückspiels. Einfach, das zeigte das Hinspiel, wird es in drei Wochen aber nicht für den Titelverteidiger.

Atletico zeigte gegen die Klopp-Mannschaft keinen Respekt vor dem namhaften Gegner und bestach wie zu besten Zeiten durch seine effektive Spielweise.  sid

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