U 21-Nationaltrainer Stefan Kuntz hat mit Thomas Müller (30) über einen möglichen Einsatz bei den Olympischen Spielen in Tokio geredet. „Ja, genau. Ich habe mit ihm gesprochen“, sagte Kuntz Sport1, „aber auch mit anderen erfahrenen Spielern mit großen Namen. Die sagen alle zu Recht, dass sie den Mai abwarten wollen, um zu sehen, wie viele Spiele sie gemacht haben, wie ihre Vertragssituation ist und ob Olympia in ihre Planungen passt.“ Kuntz hatte Müller auf eine Liste mit rund 50 möglichen Kandidaten gesetzt, die der Nationalen Anti-Doping-Agentur bis zum 15. Januar gemeldet werden mussten. Bei dem olympischen Fußball-Turnier im Sommer dürfen pro Team drei Akteure dabei sein, die vor dem 1. Januar 1997 geboren sind.
Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund erschließt zur kommenden Saison offenbar eine ungewöhnliche neue Einnahmequelle. Hauptsponsor Evonik verzichtet ab der Spielzeit 2020/21 in Bundesligaspielen auf seinen Platz auf der Trikotbrust. Der Chemiekonzern wird demnach nur noch bei internationalen Auftritten sowie bei DFB-Pokalspielen als Trikotsponsor in Erscheinung treten. In der Liga soll stattdessen ab kommendem Sommer das Logo des Kommunikationsunternehmens 1&1 das schwarz-gelbe Trikot zieren, wie die Bild-Zeitung berichtet. Der Vertrag mit dem Konzern aus Montabaur – dessen Logo allerdings blau-weiß und damit in den Farben des Dortmunder Erzrivalen Schalke 04 gehalten ist – soll fünf Jahre gelten und der Borussia erfolgsabhängig pro Jahr 12 bis 15 Millionen Euro einbringen.
Die Bundesregierung hat wie vor den anderen großen Turnieren eine Lockerung der Lärmschutzregeln beschlossen, um Public Viewing zu ermöglichen. Übertragungen der EM-Spiele auf Großleinwänden im Freien können damit während des Turniers auch nach 22.00 Uhr erlaubt werden. Über den Einzelfall entscheiden aber immer die Städte und Gemeinden, es darf also nicht automatisch überall laut werden. Es geht außerdem nur um öffentliche Veranstaltungen. Die Länder müssen im Bundesrat noch zustimmen, sie hatten aber um die Verordnung gebeten – ihr Ja gilt daher als Formsache.
Der umstrittene Videobeweis kommt ab sofort auch in der Europa League zum Einsatz. Mit Beginn der K.o.-Runde wird der Video Assistant Referee seine Saisonpremiere feiern. Das hatte das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union im September beschlossen. Bislang war er in der Europa League beim Vorjahresfinale zwischen dem FC Chelsea und dem FC Arsenal genutzt worden. In der Champions League kommt der VAR bereits seit der vergangenen Saison zum Einsatz.