Wie Alphonso Davies – nur in teuer

von Redaktion

Der FC Bayern ist an Sergino Dest von Ajax interessiert – aber die Ablöse-Forderungen der Holländer stehen im Weg

VON MANUEL BONKE

München – Die Saison geht für den FC Bayern langsam in die heiße Phase. Im Hintergrund laufen die Personal-Planungen für die nächste Spielzeit auf Hochtouren. Es soll nicht nur in der Offensive mit Leroy Sané aufgerüstet werden, sondern im Sommer auch Defensiv-Verstärkungen nach München kommen.

Ernsthafter Kandidat dafür: Sergino Dest von Ajax Amsterdam. Den 19-jährigen Rechtsverteidiger haben die Bayern schon länger auf dem Zettel, die Scouting-Abteilung der Münchner hat ihn bereits häufig beobachtet und Sportdirektor Hasan Salihamidzic hätte den Spieler dem Vernehmen nach schon gerne im Winter an die Säbener Straße geholt. Der Poker um Dest ist also eröffnet.

Und hinter den Kulissen wird schon ordentlich gefeilscht. Nach Informationen unserer Zeitung hat Ajax seinem Spieler bereits ein Preisschild verpasst – und das ist deutlich höher, als angenommen: Amsterdam lässt Dest nur für eine Ablöse von mindestens 30 Millionen Euro ziehen. Sein Marktwert liegt aktuell bei 12 Millionen Euro. Darauf hat sich die sportliche Leitung intern bereits verständigt. Enorm viel Geld für einen unerfahrenen Spieler, dem erst im zweiten Halbjahr 2019 der Durchbruch bei den Profis gelang.

Zum Vergleich: Benjamin Pavard kostete 35 Millionen, war aber bereits ein gestandener Bundesliga-Spieler und wurde im Sommer 2018 Weltmeister. Alphonso Davies war bei seinem Wechsel ein ähnlich unbeschriebenes Blatt wie Dest, kostete aber nur zehn Millionen Euro. Mittlerweile ist Davies 40 Millionen wert. Bisher lag die kolportiere Ablösesumme von Dest „nur“ bei 25 Millionen. Doch Ajax will mehr. Kein Wunder, immerhin verlängerte der Verein erst im Herbst den Vertrag des US-Nationalspielers bis Sommer 2022. Somit sind die Amsterdamer um Manager Marc Overmars in einer guten Verhandlungsposition. Ist Bayern nicht bereit die Summe zu zahlen, lässt Ajax das Talent entweder nicht gehen – oder schaut sich nach einem zahlungswilligeren Käufer um. In Amsterdam rechnet man durchaus damit, dass sich noch weitere Interessenten melden werden,

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