Amsterdam – Das nächste Hammerlos mit Frankreich und Portugal? Oder gleich noch mal gegen Holland? Rund 100 Tage vor dem EM-Start hat Joachim Löw eigentlich andere Sorgen. Die Auslosung für die nächste Auflage der Nations League (heute, 18 Uhr) in Amsterdam könnte für den Bundestrainer dennoch spannend werden.
Trotz des sportlichen Abstiegs bei der Premiere 2018 darf die DFB-Auswahl durch eine UEFA-Reform weiter in der höchsten Liga A des umstrittenen Wettbewerbs teilnehmen. Im schlechtesten Lostopf 4 drohen allerdings jede Menge Hochkaräter. Eine Konstellation wie bei der bevorstehenden EM – mit Welt- und Europameistern – ist auch in der Gruppenphase zwischen September und November 2020 (drei Doppelspieltage) wieder möglich.
Auch eine Gruppe mit Spanien und Holland oder England und Belgien ist ein Szenario. Die Schweiz wäre im Vergleich fast schon eine leichte Optionen. Sicher wird die DFB-Auswahl auf einen der vier Aufsteiger Bosnien-Herzegowina, Ukraine, Dänemark oder Schweden treffen.
Löw ist im 14. Jahr als Bundestrainer längst zum Auslosungsfatalisten geworden, er nimmt’s, wie es kommt. „Generell ist natürlich immer gut, sich mit den stärksten Mannschaften zu messen“, sagte er nach dem UEFA-Beschluss, die Liga A von 12 auf 16 Teams aufzustocken. dpa