Trainer David Wagner von Schalke 04 hat die Torwartfrage vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale noch offen gelassen. „Ich möchte die Thematik hier in der Pressekonferenz nicht anschneiden, weil ich heute vor dem Training mit beiden Torhütern sprechen werde“, erklärte der Coach einen Tag vor dem Duell mit dem Rekordpokalsieger FC Bayern München heute: „Ich werde das erst mit den Jungs besprechen.“ Nach einem Slapstick-Eigentor bei der 0:3-Pleite am vergangenen Samstag beim 1. FC Köln war Stammtorwart Alexander Nübel von den eigenen Fans verbal attackiert worden. Nach „Nübel-raus“-Rufen standen dem 23-Jährigen nach dem Spiel Tränen in den Augen. Der U21-Vizeeuropameister hatte in der Winterpause seinen Abschied von den Königsblauen und den Wechsel zum FC Bayern angekündigt. Ersatzkeeper Markus Schubert, der Nübel während dessen Rotsperre vertrat, musste wegen Patellasehnenproblemen seinen Platz wieder räumen. Der 21-Jährige steht jetzt aber wieder zur Verfügung.
Nach dem 2:0 von Real Madrid im „Clasico“ gegen den FC Barcelona, den Real von der Tabellenspitze stürzte, forderte die spanische Sportzeitung „Marca“ mit Nachdruck: „Dieser Toni Kroos darf keine Minute mehr fehlen.“ Eine klare Botschaft an Real-Trainer Zinedine Zidane, der den deutschen Nationalspieler unter der Woche beim 1:2 gegen Manchester City im Achtelfinale der Champions League noch 90 Minuten auf der Bank hatte schmoren lassen. Nach dieser 71. Minute, in der Kroos Vinicius Junior per Fingerzeig tief schickte und jener zur 1:0-Führung veredelte, lassen sich schwer Argumente gegen den Deutschen finden. Auch der Torschütze war voll des Lobes: „Toni hat mir eine wunderschönen Pass gespielt“, sagte Vinicius, der bestätigte, dass sie den Spielzug einstudiert hatten. Doch Kroos überzeugte nicht nur durch den einen Geistesblitz, mit einer Passgenauigkeit von 98 Prozent verlieh er dem Team auch wieder die Stabilität, die gegen City fehlte – ein entscheidender Faktor für den Sieg.