IM BLICKPUNKT

Abheben verboten: Zirkzee nur Joker

von Redaktion

Fünf Minuten Einsatzzeit, fünf Ballkontakte, zwei gespielte Pässe – kein Tor: Das ist die Bilanz von Joshua Zirkzee in seinem Kurzeinsatz beim 1:0 des FC Bayern auf Schalke. Der 18-Jährige war der einzige Einwechselspieler, den Trainer Hansi Flick aufs Feld schickte, immerhin das war so etwas wie eine kleine Ehre. Es ist aber kein Geheimnis, dass Zirkzee, beim 6:0 in Hoffenheim noch Ersatz für den verletzten Robert Lewandowski, gerne wieder von Beginn an gespielt hätte. „Der Trainer hat das entschieden. Mal so, mal so“, sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic, und diesmal hatte Flick Thomas Müller ins Rennen geschickt. Das lag zum einen an der Erfahrung des Weltmeisters, zum anderen aber auch daran, dass die Bayern Zirkzee bewusst nicht zu früh zu hoch jubeln wollen. Als „gut, aber nicht top“ hatte Flick den Holländer nach dem Hoffenheim-Spiel bezeichnet, Salihamidzic ergänzte nun: „Er hat gelernt, präsenter zu sein, ist nicht mehr wie am Anfang, so ein bisschen schläfrig.“ Heißt übersetzt: Zirzkee bemüht sich, ist aber noch lange kein echter Profi. „Gute Voraussetzungen“ attestierte „Brazzo“ dem Stürmer, sagte aber auch: „Der Trainer hat recht: Es ist ein langer Weg, um top zu werden.“ Fünf Minuten Einsatzzeit reichen da nicht. Gegen Augsburg hofft er wieder auf zwei Halbzeiten. Und mehr als fünf Ballkontakte.  hlr

Artikel 1 von 11