München – Der FC Bayern 2019/20 in der EuroLeague – auch weiterhin eine Misserfolgsgeschichte. Im 27. Spiel bezogen die Münchner die 19. Niederlage – am Mittwochabend setzte es zu Hause ein 71:80 (25:21, 16:23,13:16, 17:20) gegen Baskonia Vitoria Gasteiz, das als 13. von 18 Teams der Tabelle in dieses Match gegangen war.
Am Korb müsse man besser werden, hatte Bayern-Trainer Oliver Kostic von seinen Leuten gefordert – sie hörten nicht auf ihn. Die Münchner ließen ihre freien Würfe liegen, machten zudem wenig aus den Ballverlusten, die Baskonia in der ersten Halbzeit hatte. Der Rückstand dadurch: 41:44. Petteri Koponen sagte im Interview bei Magentasport: „Offensiv ist es okay, was wir zeigen. Doch 44 Punkte gegen uns, das ist zu viel.“ Der Finne war als Zuschauer da, er ist aus dem Verletztenstand aber fast schon zurück, rechnet damit, „diese Woche noch“ wieder aufs Parkett zu gehen. Nicht ausgeschlossen, dass er am Freitag in Barcelona bei der nächsten (fast aussichtslosen) Aufgabe mitwirken wird. Sein Antrieb: Barcelona ist sein Ex-Verein.
Koponen stellte bei seinen jetzigen Kollegen fest: „Basketball ist ein Spiel des Selbstvertrauens.“ Man könne sehen, dass der Sieg neulich gegen St. Petersburg Blockaden gelöst habe. Danilo Barthel meinte nach einer missratenen zweiten Halbzeit, in der die Bayern nur 30 Punkte verbuchten: „Eigentlich war es aufwärts gegangen, doch es haben sich die Fehler der Vergangenheit eingeschlichen. Wir haben dann mit den Ballverlusten angefangen und Baskonia ins Laufen gebracht.“ Da wolle man gar nicht daran denken, was einen in Barcelona bei Ex-Bayern-Trainer Svetislav Pesic erwarte: „Das ist schon eine krasse Mannschaft.“ Sie steht auf Platz drei der Königsklasse (gestern gewann Barca 84:80 bei Alba Berlin), die Bayern sind 17. und Vorletzter. Das bevorstehende Comeback von Koponen wird die Kräfteverhältnisse nicht verändern. Weiter fehlen wird Nihad Djedovic.
Bester Mann bei den Bayern war Greg Monroe, der auch für die meisten Punkte (18) sorgte. Doch er konnte nicht verhindern, dass es den Bach runterging – wie so oft im internationalen Wettbewerb. mm