Köllners Musterlöwe

von Redaktion

Stefan Lex blüht unter dem neuen Trainer auf

München – Prince Owusu fand sein Last-Minute-Tor gegen Chemnitz „schöner als Sex“ –so hoch ins Gefühlsregal würde Stefan Lex vermutlich nicht greifen. Der Mann hat schließlich schon Bundesliga gespielt. Und gegen Eintracht Frankfurt und in Hoffenheim getroffen.

„Wenn man nur zwei Tore in der Bundesliga geschossen hat, kann man sich an alle erinnern“, sagte Lex bei Liga-drei.de. Locker, lässig, Lex – kaum ein Löwe ist unter Neu-Trainer Michael Köllner so aufgeblüht wie der 30-jährige Offensivmann aus Erding, der seinen Vertrag bis 2022 verlängert hat.

Während er von Daniel Bierofka zumeist auf dem ungeliebten Flügel eingesetzt wurde, darf er bei Köllner zentral spielen. Die Folge: Aus dem Mitläufer ist ein blauer Mit-Entscheider geworden. Zwei Scorerpunkten unter Bierofka stehen neun bei Köllner gegenüber. Bisheriger Gipfel: Zwei Assists und ein Tor beim 4:3 gegen Chemnitz. Der neue Coach habe „eine andere Herangehensweise“, sagt Lex. „Wir sind im Ballbesitz noch mutiger.“ Die Gründe für die Serie von 13 unbesiegten Spielen? „Wir haben uns als Mannschaft gut gefunden, haben ein System mit klaren Abläufen und halten uns konsequent daran. In der 3. Liga ist es sehr wichtig, dass man stabil ist und hinten wenig zulässt. Sieht man einmal von dem Spiel gegen Chemnitz ab, bekommen wir meist nur wenig Gegentore. Und vorne können wir jederzeit ein Tor machen. Das ist eine gute Mischung, um in dieser Liga erfolgreich zu sein.“ Wie erfolgreich – das werden die verbleibenden zwölf Spieltage zeigen. „Unbesiegbar“ fühle sich die Mannschaft jedenfalls nicht.

Ein vager Blick nach oben? „Spielen wir so weiter wie zuletzt, könnte man noch einmal vorne heranrücken. Bislang haben wir allerdings eher davon profitiert, dass die Mannschaften vorne schwächeln.“ Beim Schlusslicht in Jena am Samstag sind die Löwen klarer Favorit. Lex weiß: „Jena wird um jeden Zentimeter kämpfen und hat sich mit Sicherheit noch nicht aufgegeben. Letzte Saison haben wir dort 0:4 verloren – auch wenn das der letzte Spieltag war.“ Lex musste das Debakel knöchelverletzt mitansehen. Doppelter Schmerz, den es am Samstag in Energie zu verwandeln gilt.  lk

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