Bayern bestehen die Kraftprobe

von Redaktion

Korbjäger gewinnen zum Abschluss einer harten Euroleague-Woche in Bayreuth

VON PATRICK TORRES

Bayreuth – Nach der Schlusssirene war Danilo Barthel vor allem froh, dass diese Woche ein Ende genommen hatte. Drei Spieltage hatte er binnen von fünf Tagen mit seinen Bayern-Basketballern zu absovieren gehabt. Und irgendwie sind Barthel & Co. sich dabei selbst treu geblieben. Zwei Niederlagen in Europa (Baskonia, Barcelona) ließ der Deutsche Meister einen weitgehend souveränen Auftritt im nationalen Geschäft folgen.

91:75 (48:35) setzten sich die Bayern in Bayreuth durch. Und fast mehr noch als über den Sieg schien sich Danilo Barthel auf den heutigen freien Tag zu freuen: „Die Woche war brutal anstrengend.“

Es war ja schon die Frage gewesen: Welche Auswirkungen würde vor allem der Trip nach Katalonien haben, die schmerzhafte Last-Minute-Niederlage gegen den FC Barcelona inklusive? Doch die Bayern zeigten sich bemerkenswert unbeeindruckt. Ließen den Ball durch ihre Reihen kreiseln. Und suchten jene Stellen, an denen ein Euroleague-Starter einem Mittelklasse-Bundesligisten einfach überlegen ist. Körperlich, oder einfach qualitativ. So wie bei Vladimir Lucic, der seinem Widersacher Nate Linhart schnell aufzeigte: Dieser Nachmittag würde kein leichter sein. 18 Punkte sammelte der Serbe am Ende ein, einen mehr als Danilo Barthel und Paul Zipser (17).

Nur im dritten Viertel kamen zeitweilig Zweifel auf , dass der Bayreuther Hoch-Energie-Basketball für müde Bayern vielleicht doch zum Problem werden könnte. Vor allem weil Spielmacher James Robinson (15 Punkte) zeigte, dass er die Franken auch ohne den magenkranken Ex-Bayern Bastian Doreth führen kann. Ehe sich die Münchner versahen, waren aus zwischenzeitlichen 17 Punkten Vorsprung null geworden (60:60).

Das erinnerte ein bisschen an den Freitag, als die Bayern in Barcelona exakt das selbe Polster aus der Hand gegeben hatten. Aber anders als gegen das Starensemble um Nikola Mirotic fand man in Bayreuth vergleichsweise leicht die Mittel, um weiteres Unheil abzuwenden. Die Münchner zogen in der Defensive noch einmal merklich die Zügel an und das zeigte schnell Wirkung auf der Anzeigetafel. Barthel gefiel es: „Es war gut, dass wir noch einmal zu der Energie gefunden haben um das Spiel zu gewinnen.“

Und zur Belohnung hat man nun ja eine Woche vor der Brust, die weit weniger aufreibend ausfallen wird als die vergangene. Die Bayern müssen nur am Freitag (18 Uhr) ran – dann wartet der Euroleague-Auftritt bei Khimki Moskau.

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