Mit Schwung in die Playoffs

von Redaktion

EHC besiegt Krefeld 4:1

München – Die 3:6-Niederlage im Spitzenspiel gegen Straubing am Freitag hat womöglich Nachwirkungen für den EHC Red Bull München. Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) hat ein Ermittlungsverfahren gegen Manager Christian Winkler eingeleitet – wegen „unsportlichen Verhaltens gegenüber den Spieloffiziellen.“

Jett Zatkoff, Goalie der Straubinger, schreib in einem Tweet: „12 Jahre professionelles Hockey, in denen ich nie ein unprofessionelleres Verhalten von jemandem in einer Management-Position erlebt habe.“ Auslöser des Ärgers war ein schwerer Check des Straubingers Kael Moullierat gegen Chris Bourque in der 12. Minute. Im Spiel wurde der „Blind Side Hit“ nahe der Bande von den Schiedsrichtern nicht geahndet. Die DEL leitete jedoch ein Verfahren – Moullierat habe Bourque „rücksichtslos gefährdet und ihn dabei verletzt“ – ein und verhängte gegen den Straubinger Stürmer nun eine Sperre von zwei Spielen und eine Geldstrafe.

„Er wusste genau, was er tut. Das war ein furchtbarer Check“, beurteilte Don Jackson die Aktion, nach dieser Bourque nicht weiterspielen konnte. Der EHC-Coach war mit der Spielleitung durch Lukas Kohlmüller und Aleksi Rantala „sehr unglücklich“, Winkler hat die Kritik dann wohl an die Schiedsrichter weitergegeben. Auch im Spiel am Sonntag in Krefeld fehlte Bourque. Doch auch ohne den torgefährlichen Stürmer erwischten die Münchner einen blitzsauberen Start und erzielten bereits nach 17 Sekunden den Führungstreffer durch Trevor Parkes. Nach einer schönen Kombination legte Konrad Abeltshauser nach und markierte das 2:0 (15.).

Sportlich gesehen hatte das Spiel gegen die Pinguine keine allzu große Bedeutung mehr. Während die Hausherren die Playoffs in dieser Saison deutlich verpassten, stand schon fest, dass der EHC die reguläre Saison als Hauptrundenmeister abschließt. So ließ die Konzentration der Jackson-Truppe im zweiten Drittel dann auch ein wenig nach. Krefeld kam mit mehr Schwung aus der Pause, Laurin Braun sorgte für verdienten den Anschlusstreffer (25.). Im entscheidenden Abschnitt erhöhten die Münchner den Druck wieder. Vor dem Tor von Oskar Östlund, der eine starke Partie zeigte, fehlte es jedoch zunächst an der entscheidenden Konsequenz.

Das Tor von Yasin Ehliz im Powerplay zum 3:1 brachte die Entscheidung, Maxi Kastner erhöhte auf 4:1. „Wir können mit breiter Brust in die Playoffs gehen“, sagte Abeltshauser nach der Partie.

Der EHC startet am Mittwoch, den 18.3., in die Playoffs.  nms/gük

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