Plötzlich auf Hilfe angewiesen

von Redaktion

Die Alpenvolleys haben binnen weniger Wochen ihre gute Ausgangslage verspielt

Unterhaching – Gut zwei Wochen ist es erst her, da waren die Alpenvolleys Haching voll auf Kurs: Platz zwei in der Bundesliga versprach optimale Voraussetzungen für die bald anstehenden Playoffs. Drei Ligapartien später scheint das Saisonziel Finaleinzug hingegen schon fast unerreichbar.

Nach den Niederlagen gegen die Konkurrenten aus Friedrichshafen und Frankfurt leistete sich das Kooperationsteam aus Innsbruck und Unterhaching auch beim Tabellenachten Netzhoppers KW-Bestensee eine bittere 2:3 (23:25, 13:25, 25:17, 25:23, 8:15)-Pleite. Aus drei Punkten Vorsprung gegenüber den Rivalen sind fünf Zähler Rückstand geworden und genauso grundlegend wie das Klassement hat sich auch die Stimmung bei den auf Rang vier zurückgefallenen Grenzgängern gedreht.

Dabei war man vor dem Favoritenschreck gewarnt: Die Netzhoppers gewannen in diesem Jahr 3:1 in Friedrichshafen und trotzten dem Titelverteidiger Berlin zwei Sätze ab. „Wir wussten, dass sie zuhause eine starke Leistung zeigen können“, sagte Alpenvolleys-Coach Stefan Chrtiansky. „Die haben sie im zweiten Satz abgeliefert. Den ersten haben wir nur wegen unserer Eigenfehler verloren.“

Immerhin zeigte sein Team Moral, glich den 0:2-Satzrückstand aus, um dann im Tie Break erneut sang- und klanglos unterzugehen. „In den entscheidenden Phasen haben wir unsere Chancen nicht genutzt. Das müssen wir für die Play offs unbedingt ändern“, so Chrtiansky. Doch selbst bei einer Steigerung dürfte der Endspieltraum ausgeträumt sein: Denn wenn in den letzten zwei Runden des Grunddurchgangs kein Wunder passiert, warten im Playoff-Halbfinale die übermächtigen Berliner.

Sportdirektor Mihai Paduretu will die Hoffnung, sich vom vierten Rang noch nach vorne zu schieben, indes nicht völlig aufgeben, zumal Frankfurt und Friedrichshafen ein schweres Restprogramm haben: „Aus eigener Kraft haben wir keine Chance mehr, aber die Mannschaft muss weiter an sich glauben, sie darf nicht aufgeben, auch wenn es jetzt sehr schwer wird.“ Grundvoraussetzung für das Wunder ist ein klarer Sieg am Donnerstag (18.10 Uhr, Sport 1) in Innsbruck gegen den Zehnten Giesen. UMBERTO SAVIGNABO

Artikel 1 von 11