In Tokio herrschte helle Aufregung. Wenige Stunden bevor heute im antiken Olympia die berühmteste Flamme der Welt entzündet werden sollte, sorgte in der japanischen Millionenmetropole ein Tabubruch für Wirbel. Notfallpläne für die Olympischen Spiele im Sommer machten die Runde, ein hochrangiger Funktionär sprach angesichts der Corona-Epidemie erstmals öffentlich von einer Verschiebung um zwei Jahre. „Das Coronavirus ist zu einem globalen Problem geworden. Wir können die Spiele nicht einfach halten, weil Japan in Ordnung ist“, sagte Haruyuki Takahashi der Tageszeitung „Asahi Shimbun“. Kaum waren die Aussagen in der Welt, bemühten sich Takahashis Kollegen um verbale Schadensbegrenzung. Japans Olympiaministerin Seiko Hashimoto bekräftigte in einem Parlamentsausschuss, dass eine Verschiebung oder Absage der Spiele „unvorstellbar“ seien.