Hinter den Kulissen wird die Lage bei Regionalliga-Tabellenführer Türkgücü München zunehmend verworrener. Ende Februar trennte sich der Klub überraschend von Geschäftsführer Robert Hettich. Nachfolger wurde der 23-jährige Max Kothny, der zuvor als „Leiter Spielbetrieb“ tätig gewesen war. Zum Rückrunden-Auftakt gegen den FC Augsburg II fehlte dann Führungsspieler Mario Erb im Kader. Einem Bericht der „Bild“ zufolge gab es Unstimmigkeiten, weil Erb bei der Geburt seines Kindes dabei sein wollte.
Wie „Bild“ und „SZ“ vermeldeten, wurde dem 29-Jährigen fristlos gekündigt. Er habe sich nicht an „getroffene Vereinbarungen“ gehalten, wird Kothny zitiert. Dazu „wurde die Geschäftsführung von Herrn Erb in keiner Weise“ über dessen Rückreise aus dem Trainingslager in der Türkei informiert.
Dass es bei Erbs Frau Komplikationen in der Schwangerschaft gegeben habe, konterte der Klub in seiner Stellungnahme wie folgt: „Die Geburt der Tochter fand zwölf Tage nach Abreise von Herrn Erb statt, Mutter und Kind waren und sind wohlauf.“ Die nächste Personalie ist Trainer Maurer. Der Tabellenführer bescheinigt dem Coach zwar gute Arbeit, dennoch ist unklar, wie lange Maurer noch an der Seitenlinie steht. Als Nachfolger wird Pipinsried-Trainer Fabian Hürzeler gehandelt. Er und der neue Kaderplaner Roman Plesche kennen sich vom Dorfklub aus dem Dachauer Hinterland. Daran sei nichts dran, sagt der 27-Jährige, der Ende Februar die Aufnahmeprüfung zum Fußballlehrer abgelegt hat. Zusatz: „Stand jetzt.“ JÖRG BULLINGER