Japan – IOC-Vize John Coates bekam die dramatischen Folgen der Coronavirus-Pandemie zu Wochenbeginn am eigenen Leib zu spüren. Der Australier musste sich nach seiner Rückkehr aus Europa zu Hause in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Dennoch fehlte dem Intimus von IOC-Präsident Thomas Bach von Einsicht jede Spur. Olympia in Tokio werde weiter wie geplant in gut vier Monaten stattfinden: „Alles beginnt am 24. Juli“, sagte Coates australischen Zeitungen im Brustton der Überzeugung. Coates hat somit Spekulationen zurückgewiesen, dass bis Ende Mai über eine mögliche Absage der Olympischen Spiele im Sommer in Tokio wegen der Corona-Pandemie entschieden werden soll. „Das war nie die Position des IOC“, sagte der Leiter des Koordinierungsteams für die Tokio-Spiele im Internationalen Olympischen Komitee.
Der frühere IOC-Vizepräsident Richard Pound aus Kanada hatte vor einem Monat den Mai als mögliche Frist für eine Absage genannt. „Es war die Idee von Dick“, sagte Coates und betonte: „Es sind noch vier Monate Zeit.“ Der 69-Jährige gab sich zuversichtlich, dass die Olympischen Spiele trotz der Corona-Krise wie geplant durchgeführt werden können: „Sie werden am 24. Juli beginnen.“ Insgesamt werden zu den Wettkämpfen bis zum 9. August etwa 11 000 Athletinnen und Athleten in Japan erwartet. sid