Boxen
Die britische Doping-Agentur UKAD wird sich mit den neuen Vorwürfen gegen Box-Weltmeister Tyson Fury befassen. „Wir setzen uns immer mit potenziellen Beweisen in Bezug auf Dopingvergehen auseinander und werden eine Untersuchung beginnen, wenn das notwendig ist“, teilte UKAD am Montag mit. Die Organisation rief zudem dazu auf, sich mit Informationen an sie zu wenden. Die „Mail on Sunday“ hatte berichtet, dass Fury und sein Cousin Hughie im Jahr 2015 einem Bauern Geld für eine entlastende Aussage geboten haben sollen. Beide Furys waren damals positiv auf das Steroid Nandrolon getestet worden, hatten das jedoch auf den Verzehr von unkastriertem Schwarzwild geschoben. Ein Bauer sollte gegen Zahlung von umgerechnet 27 500 Euro aussagen, die Boxer mit dem Fleisch beliefert zu haben. Da er das Geld nie erhalten hat, ging er mit der Geschichte an die Öffentlichkeit.
Die Olympia-Qualifikation der Boxer in London wird aufgrund der Coronavirus-Pandemie am Montagabend abgebrochen. Wie der Veranstalter mitteilte, sollen in der Olympia-Halle von 2012 noch die Abendkämpfe ausgetragen werden, in denen sich unter anderem die deutschen Vertreter Hamza Touba (Fliegengewicht) und Hamsat Shadalov (Federgewicht) ihre Plätze für die Sommerspiele in Tokio sichern können. Das Turnier in der englischen Hauptstadt war bis zum 24 März angesetzt und hatte am Wochenende sogar mit Zuschauern begonnen. Zugleich wurde die für Mai geplante globale Qualifikation in Paris abgesagt.