New York – Der außergewöhnliche Alleingang der French Open stürzt die Tennis-Szene in ein Terminchaos und sorgt für massive Unruhe und Kritik. Offenbar ohne sich mit den anderen Grand-Slam-Turnieren oder der WTA- und ATP-Tour in der Coronavirus-Krise abzustimmen, verschob der französische Verband sein Vorzeigeprodukt einfach um vier Monate auf den Zeitraum vom 20. September bis 4. Oktober. Das Finale der US Open würde nur eine Woche vorher (13. September) stattfinden. Der Tennisverband der USA (USTA) schloss in einer ersten Reaktion nicht aus, seinerseits sein Grand-Slam-Turnier zu verschieben.
Auch mit dem Schweizer Topstar Roger Federer legten sich die Veranstalter durch ihren neuen September-Termin an. Dessen Laver Cup liegt nun parallel zu den French Open.
„Das ist ein Wahnsinn!“, twitterte Tennisprofi Vasek Pospisil (Kanada), Mitglied des ATP-Spielerrats. „Keine Konsultation mit der ATP oder den Spielern. Wir haben in diesem Sport NULL zu sagen.“ Die Entscheidung der Veranstalter in Paris sei „egoistisch und arrogant“. sid/dpa