Warten statt trainieren

von Redaktion

Sprinterin Burghardt sitzt auf Teneriffa fest

Teneriffa – Mehr als 100 000 deutsche Touristen warten wegen der Corona-Krise auf ihre Rückkehr – darunter auch die Münchner Sprinterin Alexandra Burghardt (25). Gemeinsam mit ihrer Trainingsgruppe reiste sie in der vergangenen Woche nach Teneriffa, eigentlich, um sich bestmöglich auf die anstehende Saison vorzubereiten. „Ich bin letzten Donnerstag guten Gewissens in den Flieger gestiegen und dachte, wenn wir abheben, ist der Spuk vorbei“, erzählte Burghardt.

Weit gefehlt. Die Pandemie hat die spanische Insel seit dem Wochenende fest im Griff. Erst wurden die Stadien gesperrt, seit Samstagmitternacht gilt eine Ausgangssperre. Die Athletin von Wacker Burghausen sagt: „Die Situation hat sich von Tag zu Tag verschärft. Wir dürfen das Hotel nur zum Einkaufen verlassen, mittlerweile sind auch der Pool und die Bar gesperrt.“ An planmäßiges Training ist nicht mehr zu denken. Burghardt trainiert im Treppenhaus oder im schlecht asphaltierten Hinterhof des Hotels. Wir sind auf eigene Kosten hergekommen, wollten im April noch mal nach Teneriffa. Das haben wir schon storniert“, erklärt die Sprinterin

Jetzt zählen erst mal andere Dinge – zum Beispiel die Rückkehr. Die Sprinterin reist am Samstag mit einem Heimkehrer-Flieger zurück nach München.  jau

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