Die Fußballerinnen des FC Bayern München verlieren zum Saisonende ihre Spielführerin Melanie Leupolz. Wie der Verein am Montag mitteilte, wechselt die 25 Jahre alte Nationalspielerin zum FC Chelsea nach London. „Nach sechs tollen und sehr prägenden Jahren bei den FCB-Frauen werde ich im Sommer zum FC Chelsea wechseln. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich auf meinem Weg in München begleitet haben“, erklärte Leupolz. Die Mittelfeldspielerin war 2014 zum FC Bayern gekommen. „Ich hoffe, dass es die Situation zulassen wird, diese Saison noch ordnungsgemäß zu Ende zu spielen, denn in beiden noch laufenden Wettbewerben haben wir maximale Ziele, zu deren Erreichung ich alles in meinen Kräften stehende beitragen möchte und werde“, sagte Leupolz, die in 122 Pflichtspielen 19 Tore erzielte.
FIFA-Präsident Gianni Infantino sieht die Corona-Krise als Chance, den Fußball der Zukunft zu verändern. Dabei denkt der Schweizer über eine Verkleinerung des Kalenders nach. „Vielleicht können wird den Fußball reformieren, indem wir einen Schritt zurück machen“, sagte Infantino anlässlich seines 50. Geburtstags am Montag und schlug vor: „Weniger Turniere, dafür interessantere. Vielleicht weniger Teams, dafür größere Ausgeglichenheit. Weniger Spiele, um die Gesundheit der Spieler zu schützen, dafür umkämpftere Partien.“ Zugleich unterstrich Infantino, dass die Zwangspause erst beendet werden soll, wenn es kein Risiko mehr gibt. „Wir sagen ganz klar: Es wird erst wieder gespielt, wenn dies möglich ist, ohne jemanden gesundheitlich zu gefährden.“
Der frühere Bundesligastar Alexander Hleb (39) hat den Beginn der Fußballsaison vor Zuschauern in seiner weißrussischen Heimat ungeachtet der Coronavirus-Pandemie kritisiert. „In Weißrussland ist es so, dass sich niemand darum kümmert. Es ist unglaublich“, sagte der ehemalige Offensivspieler des VfB Stuttgart der englischen Zeitung „The Sun“: „Vielleicht werden wir in ein oder zwei Wochen hier aufhören. Vielleicht wartet unser Präsident nur darauf, was mit dem Virus passiert.“ In Weißrussland war die Liga plangemäß gestartet, dabei waren Fans auf den Tribünen erlaubt. „Es gibt keine kritische Situation“, hatte Verbandspräsident Wladimir Basanow gesagt. Staatspräsident Alexander Lukaschenko bezeichnete das Coronavirus als „Psychose“.