Natürlich hat sich auch die Basketball Bundesliga (BBL) den Erfordernissen der Zeit unterworfen. In einer Videokonferenz schalteten sich die Macher der Liga und der Vereine zusammen um die Situation neu zu bewerten. Am Ende war das Ergebnis das Erwartbare: Man will noch ein bisschen Zeit. Bis zum 30. April bleibt die Spielzeit offiziell unterbrochen – dann soll ein endgültiger Beschluss folgen. Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic fand es „die einzig logische Entscheidung“. Immerhin hat die Liga nun mehr als einen Monat mehr Zeit zur Verfügung. Zeit um für den ungünstigen Fall Wege zu erarbeiten, mit denen der Schaden abgefangen werden kann – BBL-Geschäftsführer Stefan Holz hatte ihn zuletzt auf circa 25 Millionen Euro taxiert. Und natürlich kann die Liga Szenarien vorbereiten, wie man diese Spielzeit möglicherweise doch noch zu einem Ende bringen könnte.
Das erscheint schwierig in einer Liga, in der Clubs wie etwa ratiopharm Ulm Teile ihrer internationalen Kräfte schon in Richtung Heimat haben ziehen lassen. Doch in der Tat scheint eine Fortsetzung in Form von Geisterspielen nicht zwingend abwegig zu sein. Zuletzt etwa war unter anderem von der BG Göttingen zu hören, dass man Spiele ohne Publikum durchaus als konkretes Szenario ansieht. Der FC Bayern, der Schätzungen zufolge mit jedem abgesagten Heimspiel ungefähr 200 000 Euro verliert, äußerte sich dazu noch nicht konkret. Kapitän Danilo Barthel aber, der sich mit seinen Kollegen unter strengen Auflagen (nur zwei Profis trainieren gleichzeitig) im Audi Dome fit hält, ist gegen einen Abbruch: „Ich hoffe, dass die Saison in irgendeiner Form zuende gebracht werden kann.“ rp