Alaba-Abgang – „Grimms Märchen!“

von Redaktion

Bayern-Boss Rummenigge schließt Tauschgeschäft mit Leroy Sané aus

VON MANUEL BONKE

München – Wollte der FC Bayern David Alaba (27) gegen Leroy Sané (24) von Manchester City eintauschen? In den vergangen Tagen mehrten sich die Meldungen, dass der Rekordmeister Alabas neuem Berater Pini Zahavi genau diesen Arbeitsauftrag erteilt haben soll. Dem widerspricht Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge in unserer Zeitung energisch. „Wie ich gehört habe, kursieren gerade Gerüchte, dass wir David Alaba gerne im Tausch gegen Leroy Sané an Manchester City abgeben wollen würden. Dazu sage ich klar und deutlich: Das ist Grimms Märchen und hat nichts mit der Realität zu tun“, betont Rummenigge. Angesichts von Meldungen, dass der FC Bayern Zahavi darum gebeten habe, ein Tauschgeschäft mit Alaba und Sané über die Bühne zu bringen, stellt der Bayern-Boss klar: „Dazu möchte ich ganz klar sagen, dass das überhaupt keine Option für den FC Bayern ist, wir sind ja nicht auf dem Basar.“

Der Verein fokussiert sich laut dem Vorstandsvorsitzenden derzeit ohnehin darauf, bestehende Arbeitspapiere verdienter Spieler zu verlängern: „Im Übrigen möchte ich betonen, dass wir aktuell nur Gespräche mit den Spielern führen, deren Verträge 2021 auslaufen. Also mit Manuel Neuer, Thomas Müller, Thiago, David Alaba usw. Sie alle haben große Verdienste um den FC Bayern, das gilt es zu berücksichtigen.“

Darum werde der Club laut Rummenigge bezüglich Neuzugängen erst einmal abwarten: „Keiner weiß heute genau, wie sich die Corona-Krise in den kommenden Wochen und Monaten noch weiter auf den Fußball auswirken wird. Daher haben wir das Thema Neuzugänge erst einmal auf „Hold“ gestellt. Aber eines kann ich schon heute voraussagen: Sowohl die Ablösesummen als auch die Gehälter werden jetzt erst mal von allen Vereinen in ganz Europa neu überprüft werden. Angebot und Nachfrage werden den Markt regulieren und justieren.“

Der Tatsache, dass nun auch Zahavi über die Alaba-Zukunft mitbestimmt, will der Münchner Vorstandschef keine all zu große Bedeutung beimessen: „Ich kenne Pini Zahavi durch seine Tätigkeit für Robert Lewandowski relativ gut. Ich schätze ihn als einen seriösen, zuverlässigen Berater, mit dem man Dinge klar besprechen kann, und ich gehe davon aus, dass man mit ihm eine faire Lösung finden wird, wenn David beim FC Bayern bleiben möchte. Die Münchner Macher hoffen also sehr, dass Alaba seinen Vertrag vorzeitig verlängert.

Kein Wunder, immerhin ist Alaba in den vergangenen Jahren vom Talent zum absoluten Leistungsträger beim deutschen Rekordmeister gereift. Auch darum sieht Rummenigge den Österreicher als äußerst wertvollen Spieler für Bayern: „Das gilt für seine sportlichen Qualitäten genauso wie für seinen Charakter. Er entstammt unserer eigenen Jugend, ist bereits seit dem Jahr 2008 fester Bestandteil unseres Clubs, also fast schon ein FC-Bayern-Urgestein. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie er unter Louis van Gaal seine ersten Schritte bei unseren Profis gemacht hat, seitdem hat er sich hervorragend entwickelt.“

So ist Alaba seit ungefähr einem haben Jahr wegen der Verletzungen zahlreicher Innenverteidiger der neue Abwehrchef von Trainer Hans Flick. „In seiner neuen Rolle als linker Innenverteidiger ist David besonders wichtig für die Mannschaft. Es war eine gute Idee von Hansi, ihn von der linken Außenverteidigerposition in die Mitte zu ziehen“, schwärmt Rummenigge vom neuen Abwehrchef, aber auch vom Trainer, der ihn dazu gemacht hat. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob dieses Duo über den Sommer 2021 hinaus weiter gemeinsam an der Säbener Straße arbeitet.

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