IN KÜRZE

Mainzer nicht in die USA

von Redaktion

Der ehemalige Präsident des französischen Fußball-Erstligisten Olympique Marseille, Pape Diouf, ist im Alter von 68 Jahren an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstorben. Dies bestätigte seine Familie der Nachrichtenagentur AFP.

Der zuletzt im Senegal lebende Diouf war nach Ausbruch der Infektion zunächst in ein Krankenhaus in Dakar eingeliefert worden, am Dienstag sollte er zur Behandlung per Flugzeug nach Frankreich überführt werden. Sein Zustand verschlechterte sich allerdings derart schnell, dass er noch vor dem Abflug auf senegalesischem Boden verstarb. „Pape wird ewig als einer der größten Architekten in der Geschichte des Clubs im Herzen der Marseille-Fans bleiben“, teilte Olympique mit. Auch Senegals Präsident Macky Sall kondolierte. Diouf sei „eine große Figur des Sports“ gewesen, schrieb er bei Twitter: „In Namen der gesamten Nation spreche ich seiner Familie mein Beileid aus.“ Diouf führte OM von 2005 bis 2009 und baute in dieser Zeit die Meistermannschaft von 2010 auf. Der ehemalige Journalist und Spielerberater ist das erste Corona-Todesopfer im Senegal.

Trotz seiner finanziell kritischen Situation steht der abstiegsbedrohte Zweitligist Karlsruher SC derzeit nach eigenen Angaben nicht kurz vor der Insolvenz. „Es ist natürlich nicht so, dass uns in den nächsten Wochen die Zahlungsunfähigkeit droht“, sagte KSC-Geschäftsführer Michael Becker am Mittwoch. „Nichtsdestotrotz ist die Lage so dynamisch, dass wir alle Eventualitäten prüfen. Es könnten ja zum Beispiel die TV-Gelder nicht kommen. Da müssen wir natürlich aktiv werden.“ Bis zum 30. Juni sei der KSC „gut aufgestellt“, sofern die TV-Gelder fließen. Der SWR hatte zuvor berichtet, dass dem Tabellen-17. der 2. Fußball-Bundesliga bereits in den kommenden Wochen die Zahlungsunfähigkeit droht. An diesem Mittwoch will der KSC den Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup über die finanzielle Situation informieren.

Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 hat ein vorgesehenes Trainingslager im Sommer in den USA wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt. „Wir hatten vor einem halben Jahr die Planungen für ein Trainingslager unserer Profis im Sommer in den USA aufgenommen“, bestätigte Sportchef Rouven Schröder die Absage. Mainz habe die Idee des Trainingscamps in Amerika verworfen, „als sich angedeutet hat, dass wir aufgrund der Auswirkungen der Corona-Epidemie mit anderen Themen konfrontiert sein würden“, sagte er. Zuvor hatte bereits Liga-Konkurrent VfL Wolfsburg ein geplantes Trainingslager in den USA abgesagt.

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