IM BLICKPUNKT

Etwas Normalität – streng reglementiert: FC Bayern trainiert in Kleingruppen

von Redaktion

Das letzte Training an der Säbener Straße hat am 13. März stattgefunden. Die Profis des FC Bayern bereiteten sich auf das Bundesliga-Geisterspiel bei Union Berlin vor – und wurden dann ausgebremst. Der Spieltag wurde in letzter Sekunde abgesagt, seitdem ruht der Ball auf dem Vereinsgelände des FC Bayern. Bis heute, denn an diesem Montag, also 24 Tage später, bittet Hansi Flick seine Spieler zurück auf den Platz.

Streng reglementiert wird der erste Schritt zurück zur Normalität ablaufen, mit einem echten Teamtraining haben die Einheiten nichts zu tun. Immerhin aber können Gruppen von vier bis fünf Spielern auf jeweils einem Platz üben. Teammanagerin Kathleen Krüger hat einen detaillierten Plan entworfen: Die Profis wurden eingeteilt, eine Gruppe mit den Rekonvaleszenten Niklas Süle (Kreuzband-OP), Robert Lewandowski (Bruch der Schienbeinkante) und Ivan Perisic (Knöchelbruch) läuft separat. Für den Rest sind zwei Schichten auf mehreren Plätzen vorgesehen. Der Zugang zum Vereinsgelände wird zeitversetzt über die Tiefgarage laufen, im Profi-Trakt wurden diverse Kabinen reserviert. Klamotten für jeweils zwei Spieler werden platziert, Abstand: vier Meter. Nach den Einheiten wird zu Hause geduscht. Essen wird vor dem Heimweg in Boxen gereicht, verzehrt werden soll es in den eigenen vier Wänden. Man will alles richtig machen.

Überhaupt ist dem FC Bayern ja seit Wochen daran gelegen, seiner Vorbildfunktion in der Corona-Krise gerecht zu werden. Natürlich wurde schon vor Wochen darüber debattiert, ob Kleingruppen-Training möglich sei, man verzichtete aber bewusst. Anders als der FC Augsburg, der zwei Tage nach den offiziellen Ausgangsbeschränkungen in Bayern wieder trainierte, wollte man nichts überstürzen. Das jetzige Vorgehen ist nun sowohl mit der Stadt München als auch mit dem Land Bayern und anderen Bundesländern abgestimmt. Zahlreiche Bundesliga-Vereine starten an diesem Montag auf dem Platz, die Bayern sind keine Ausnahme. Das Cyber-Training soll übrigens parallel weiterlaufen, aber schrittweise durch die nicht-öffentlichen Team-Einheiten ersetzt werden. Nach 24 Tagen juckt es halt in den Füßen …  hlr

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