Asuncion – Einst weltweit hofiert, nun als Häftling links liegen gelassen: Brasiliens Fußball-Idol Ronaldinho sitzt nun schon seit einem Monat in einer paraguayischen Gefängniszelle. Und weil die Justiz in dem südamerikanischen Land wegen der Corona-Pandemie praktisch lahmgelegt ist, wird der 40-Jährige seine weiterhin rätselhafte Einreise mit gefälschten Ausweisen wohl noch länger teuer bezahlen müssen.
Immerhin erklärte der zuständige Staatsanwalt Osmar Legal, dass die aktuelle Untersuchungsphase mit der Auswertung von fünf sichergestellten Handys weiterlaufe. Ermittelt werden soll, wie der ehemalige Barca-Star und sein Bruder Roberto Assis an die Dokumente gelangt sind, die ihnen eine paraguayische Staatsbürgerschaft bescheinigen, und ob sie gar in einen Fall von Geldwäsche verstrickt seien.
Ronaldinhos Martyrium hatte am 4. März mit der Einreise auf dem internationalem Flughafen in Asuncion begonnen. Trotz der Ausweisung mit falschen Pässen waren der Weltmeister von 2002 und sein Bruder mit Polizeieskorte zum Hotel gebracht worden, wo aber noch in der gleichen Nacht die unrechtmäßig ausgestellten Dokumente sichergestellt wurden. Nach einer ersten Anhörung erfolgte am 6. März die Festnahme. sid