Italien erwägt wegen der Corona-Krise eine Verlängerung der aktuellen Saison bis in den Herbst. Verbands-Präsident Gabriele Gravina schloss in einem Interview auch einen Spielbetrieb bis September oder Oktober nicht aus. Das sei eine der „Hypothesen“, die in der Diskussion seien, sagte er. „Auf diese Weise könnten wir vermeiden, nicht nur die Saison 2019/20, sondern auch die Saison 20/21 in Mitleidenschaft zu ziehen.“ Ohne geregelten Abschluss der Saison, so die Befürchtung, droht eine „Lawine von Rechtsstreitigkeiten“ belastet werden. Der 17. Mai als Datum für einen Neustart der Serie A bleibt aber ein Thema. Gravina betonte, es handele sich durchweg um theoretische Erwägungen.
Beim AC Florenz, dem Club des ehemaligen Bayern-Stars Franck Ribéry, sind drei Profis nach ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Patrick Cutrone, German Pezzella und Dusan Vlahovic gelten nach negativen Tests als geheilt, berichtete der Serie-A-Club. Die Fiorentina hat insgesamt zehn Corona-Fälle gemeldet, neben besagtem Spielertrio erkrankten auch einige Mitarbeiter des Vereins.
RB Leipzigs Vorstandschef Oliver Mintzlaff warnt eindringlich vor einem Abbruch der derzeit ausgesetzten Saison in der Fußball-Bundesliga. „Das wäre „ein Desaster“, sagte der 44-Jährige in der „Bild“ mit Blick auf mögliche Insolvenzen bei den Vereinen. „Die Bundesliga würde nicht mehr so sein, wie wir sie kennen. Das wäre ein katastrophales Bild und deshalb müssen wir alles dafür tun, um die Saison einigermaßen vernünftig zu beenden.“
Wie der Premier-League- Club Manchester City gestern offiziell mitteilte, ist die Mutter von Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola an dem Coronavirus gestorben. Dolors Sala Carrió starb im Alter von 82 Jahren in Manresa, nördlich von Barcelona. Auch der FC Bayern drückte bei Twitter seine Anteilnahme aus: „Lieber Pep, der gesamte FC Bayern ist in Trauer mit Dir und Deiner Familie verbunden!“
Der langjährige Teamarzt des französischen Erstligisten Stade Reims hat sich vermutlich wegen eines positiven Coronatests das Leben genommen. Der Club bestätigte den Tod von Bernard Gonzalez, der mehr als 20 Jahre für den sechsmaligen Meister gearbeitet hatte, auf seiner Homepage. „Am Boden zerstört. Reims trauert um Bernard Gonzalez“, hieß es dort unter anderem. Arnaud Robinet, der Bürgermeister der Stadt, bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass der 60-jährige Gonzalez einen Brief hinterlassen habe, in dem der positive Coronatest erwähnt wurde. Gonzalez soll trotz der Diagnose nach Angaben einer Quelle aus dem medizinischen Bereich „bei guter Gesundheit“ gewesen sein.